Tatra-Straßenbahn - Typ KT4D

Vorgeschichte / Planung
Als 1959 der erste Kurzgelenkwagen in Bremen
und kurz darauf in München auftauchte, begannen sich die Verkehrsbetriebe
und eine Reihe von Wissenschaftlern sehr schnell für dieses Fahrzeugkonzept
zu interessieren. Zum einen versprach der geringere Anteil von Fahrwerksteilen
bezogen auf die nutzbare Fahrzeuglänge einen darstellbaren ökonomischen
Vorteil. Andererseits war auch die optimale Profilausnutzung in Kurven
faszinierend. Im Zeitalter des beginnenden schaffnerlosen Betriebes fand
man auch an der Möglichkeit durchgehender gerader Seitenwände
Gefallen, was die Überwachung des Fahrgastwechsels durch das Fahrpersonal
mittels Rückspiegel erleichterte. Nicht zuletzt dachte man an Tunnelstrecken
mit 2,50 m oder 2,65 m breiten Wagen, wofür die geraden Seitenwände
und die Möglichkeit der optimalen Grundrissausnutzung ein wichtiges
Plus darstellten.
1963 lag beim Hersteller VEB Waggonbau Gotha
ein Entwurf für die Typen T4G und B4G vor, welche weitgehend auf der
Technik der zuvor ausgelieferten Großraumwagen basieren sollten.
Parallel dazu gab es einen Entwurf für einen Doppeldeckbeiwagen und
einen Anderthalbdeck-Triebwagen, die ebenfalls als Kurzgelenkfahrzeuge angedacht
waren. Nach Unterzeichnung der Spezialisierungsvereinbarung zwischen DDR
und CSSR zur Übernahme der Straßenbahnproduktion im Jahre 1965
und dem Auslaufen der DDR-Produktion bis 1967 wurde es zunächst nach
außen hin ruhig um diese Überlegungen. Die DDR-Seite forderte
aber weiterhin die Entwicklung und Produktion des Kurzgelenkwagens. jetzt
aber aus anderen Beweggründen. Man dachte an einen Wagen für
kleinere Betriebe, der in den Schwachlastzeiten als Solofahrzeug und bei
größerem Fahrgastaufkommen im Zugverband fahren konnte. Ab 1970
lag ein Lastenheft des Wissenschaftlich-Technischen Zentrums des Kraftverkehrs
der DDR (WTZK) vor, wonach ČKD Prag ein dementsprechendes Fahrzeug entwickelte.
Zur Erprobung einer neuen Gelenksteuerung baute man schon 1969 einen Sechsachser
des Typs K1 um (Wagen 7000), der 1972/73 in Liberec Probefahrten absolvierte.
1972/1973 baute das Werk dann zwei Prototypen vom Typ KT4, die auf dem
Prager Netz unter den Nummern 8001 und 8002 Probefahrten durchführten.
Die Erprobung lief soweit möglich unter Begleitung des WTZK, bevor
diese Fahrzeuge im Dezember 1974 nach Potsdam überführt wurden.
Sie erhielten dort die Wagennummern 001 und 002.
Zwischen Januar und September 1975 fanden
zunächst mit diesen beiden Wagen umfangreiche Probe- und Einstellfahrten
statt, bevor diese ab 09.10.1975 im Fahrgastverkehr eingesetzt wurden.
Wegen der zahlreichen Abweichungen gegenüber den später gebauten
Wagen waren diese beiden Prototypen in Potsdam nie beliebt und wurden nach
der Übernahme von KT4D aus Berlin im Herbst 1989 abgestellt. Wagen
002 wurde im 2. Halbjahr 1991 zerlegt, während für den 001 nach
längerer Abstellzeit 1998 eine museale Erhaltung möglich wurde.
Prototypen
| KT4D | KT4Dt | |
|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm |
| Baujahr | 1972 | 1982 |
| Anzahl gefertigter Wagen | 2 | 2 |
| Betriebsnummern | 8001, 8002 | 0014, 0015 |
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | KT4Dt, KT4Dt+KT4Dt |
| Wagenabgaben | 1974: 2 Potsdam | 1983: 2 Berlin |
Seit 1970 entwickelte ČKD Prag im Auftrag der DDR einen vollkommen neuen Straßenbahntyp, den
Kurzgelenktriebwagen KT4. Als erstes Ergebnis dieser Entwicklung entstanden 1972 im ČKD-Werk Prag
zwei Prototypen, die unter den Nummern 8001 und 8002 von 1973 bis 1974 zunächst ausgiebig auf dem
Prager Netz erprobt wurden. Neu war zum einen die äußere Formgebung des Fahrzeuges - erstmals
wurde der Wagenkasten im Gegensatz zu den bisherigen "Tatra"-Typen mit eckigen Formen konstruiert
- zum anderen wurde der Lenkmechanismus für das Mittelgelenk völlig neu entwickelt. Die
Konstruktion der Drehgestelle sowie die Anfahr- und Bremssteuerung entsprechen dagegen dem bereits
1929 in den USA entwickelten und seit den 50er Jahren von ČKD in Lizenz übernommenen PCC-Konzept.
Die von Anfang an vorgesehene Ausrüstung mit Thyristorsteuerung konnte aus Kostengründen erst ab
1982 mit dem modifizierten Typ KT4Dt realisiert werden.
Gegenüber den späteren Serienfahrzeugen wiesen die beiden Prototypen zahlreiche Besonderheiten auf.
Für die äußere Verkleidung der Seitenwände wurden gesickte Seitenbleche verwendet, die Stirnfront
wurde mit eckigen Scheinwerfern ausgestattet. Aufwendig wurde für eine gute Belüftung des
Fahrzeuges gesorgt - zusätzlich zu den auch bei den Serienfahrzeugen realisierten Oberlichtfenstern
sowie den vier Dachentlüftungsklappen besaßen beide Prototypen jeweils über der Front- und
Heckscheibe an den Wagenenden Belüftungsklappen, die den Fahrgastraum durch spezielle
Lüftungsschlitze mit Frischluft versorgten.
Bei der Innenausstattung wurden zwei verschiedene Ausführungen realisiert. Der Tw 8001 bekam 38
kunstlederbezogene gepolsterte Sitze, auf der türlosen Seite zum Teil in Doppelreihen angeordnet,
der Tw 8002 dagegen 26 ungepolsterte Kunststoffsitze, jeweils nur in einer Reihe entlang der
Fensterfronten. Für die technische Ausstattung der beiden Prototypen wurden zahlreiche Bauteile
der Vorgängertypen T3D und T4D verwendet. Vor allem die Ausführung des Fahrer-Bedienpultes erfuhr
bei der Serienausführung nochmals eine komplette Umgestaltung, ebenso die Fahrerkabinenrückwand,
bei der man auf die stets recht schwergängige Schiebetür bei der Serie verzichtete. Nachdem eine
zunächst angedachte Erprobung bei den Berliner Verkehrsbetrieben nicht zustande kam, bemühte sich
der Verkehrsbetrieb Potsdam erfolgreich um die Erprobung der beiden Prototypen.
Am 02.12.1974 wurden beide Fahrzeuge durch den Potsdamer Verkehrsbetrieb in Prag abgenommen, am
20.12.1974 wurden sie in Potsdam abgeladen und anschließend komplettiert. Vom 09.01.1975 bis zum
30.09.75 erfolgte die Erprobung beider Wagen, die zuvor die Potsdamer Nummern 001 und 002
erhielten. Ab dem 04.05. (002) bzw. 06.05.1975 (001) erfolgten auch ganztägige Einsätze im
Fahrgastverkehr auf der Strecke der Linie 2 zwischen Kapellenberg und Bhf. Rehbrücke im
Solo-Betrieb. Probefahrten in Doppeltraktion wurden ebenfalls durchgeführt, jedoch ohne Fahrgäste.
Während der Erprobungszeit gab es auch einige Umbauten, so wurde vom 17.07. bis 19.07.1975 die
Doppelschleifleiste auf dem Stromabnehmer des Tw 001 erprobt. Vom 24.04. bis zum 25.04.1975 wurde
das "Berggetriebe" mit der Übersetzung 1:8,775 erprobt.
Nach Abschluss der Erprobung wurden beide Fahrzeuge am 9.10.75 in den regulären Betriebsdienst
übernommen. Am 6.3.82 wurden beide Wagen erstmals planmäßig in Doppeltraktion auf der Linie 1
eingesetzt. Aufgrund fehlender Ersatzteile wurde die Instandhaltung der beiden Außenseiter mit den
Jahren immer problematischer. Im Rahmen der Hauptuntersuchung erhielt 1983 der Tw 002 eine den
Serienfahrzeugen angepasste Stirnfront mit runden Scheinwerfern, beim Tw 001 ersetzte man dagegen
u.a. die Rückleuchten. Durch die Übernahme relativ neuwertiger KT4D-Fahrzeuge aus Berlin konnten
die beiden Prototypen 1989 abgestellt werden. Die letzten Einsätze im Linienverkehr waren am
08.09.1989 (Tw 002 + Tw 001) bzw. am 03.10.1989 (Tw 001 solo) zu verzeichnen. Während Tw 002 nach
Gewinnung einiger Ersatzteile im August 1991 verschrottet wurde, blieb Tw 001 erhalten.
Da sich der Verkehrsbetrieb Potsdam zu dieser Zeit außerstande sah, den bereits stark durch
Witterungseinflüsse und Vandalismus gezeichneten Wagen unterzustellen, entschied ein Potsdamer
Nahverkehrsfreund, ihn zunächst in einem Basdorfer Lokschuppen unterzubringen, wohin er am
22.03.94 transportiert wurde. Aus rechtlichen Gründen ging das Fahrzeug in seinen Privatbesitz
über. Versuche, eine Möglichkeit für die Aufarbeitung zu finden, blieben vorerst vergebens. Im
Frühjahr 1998 wurde die Arbeitsförderungsgesellschaft (Afg) Teltow auf das Vorhaben aufmerksam und
bot sich für die Instandsetzung im Rahmen einer ABM-Maßnahme an. Nach Bewilligung aller
Genehmigungen konnte am 25.08.1998 die Überführung nach Teltow erfolgen. Mit dem Beschluss, den
Wagen aufzuarbeiten, ging er im September 1998 in den Besitz des Denkmalpflege-Verein Nahverkehr
Berlin e.V. über, unter dessen Regie anschließend die Restaurierung erfolgte.
Zunächst wurde Tw 001 bis auf den Rahmen komplett auseinandergenommen. Schrittweise erfolgte
danach der Neuaufbau, überwiegend unter Verwendung der aufgearbeiteten Originalteile, aber auch
unter Nutzung einiger Teile des ehemaligen Berliner Nullserienwagens 9318. Am 14.12.2000 wurde der
bereits äußerlich weitgehend instandgesetzte Wagen wieder nach Potsdam gebracht, wo die
elektrische Ausrüstung eingebaut wurde. Bis Ende August 2001 wurden durch die Afg alle restlichen
Komplettierungsarbeiten am Fahrzeug durchgeführt.
Am 02.09.2001 wurde der fertiggestellte Wagen im Rahmen des Stadtwerkefestes mit einem
symbolischen Roll-Out aus der neuen Werkstatthalle erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der
Wagen zeigt sich nun äußerlich weitgehend in den Originalzustand zurückversetzt, bei der
Innenraumgestaltung wurden einige Kompromisse zwischen Original- und letztem Betriebszustand
eingegangen. Bei einigen Details sind seitens des Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V. auch
noch Nachbesserungen vorgesehen. Das Fahrzeug wurde per Vertrag am 02.09.2001 der Verkehrsbetrieb
Potsdam GmbH rückübertragen. Nach Erteilung der erforderlichen Zulassung durch die Behörden des
Landes Brandenburg steht der Wagen für Sonderfahrten zur Verfügung und kann über die ViP angemietet
werden.
Serienlieferung in die DDR
Für das Jahr 1976 wurde die Lieferung einer Nullserie von 33 Wagen für die DDR vereinbart. Gegenüber den beiden Prototypen wurden unter anderem folgende Abweichungen festgelegt:
- Statt der "Modeerscheinung" Sickenblech als Verkleidung wurde die glatte Verkleidung verwendet. Vor allem nach Beschädigungen von diesen (z.B. durch Unfälle) hätte sich eine langwierige Ersatzteilbeschaffung der nur genieteten Sickenbleche erheblich negativ ausgewirkt. Dazu kamen Befürchtungen wegen des schlechten Korrosionsschutzes infolge ungenügender Abdichtung der Kontaktflächen zwischen Rahmen und Blech.
- Abweichender Türantrieb bzw. anders gestaltetes Fahrerpult (beim Prototyp mit Schaltelementen der Typen T3D / T4D)
- Abweichendes Fahr- und Bremspedal
- Abweichende Außenbeleuchtung (z.B. Scheinwerfer, Rücklicht)
Im Herbst 1977 begann die Auslieferung von Serien-KT4D zunächst nach Berlin, der später andere Betriebe folgten. Zwischen 1983 und 1987 erhielt Berlin 99 Wagen mit Thyristorsteuerung (TV3-Steuerung) Typenbezeichnung KT4Dt. Durch die politischen und wirtschaftlichen Veränderung im Jahre 1990 endete zum Jahresende die Beschaffung von KT4D. Die letzten Wagen wurde nach Erfurt und Görlitz ausgeliefert. Außerdem wurden zwischen 1978 und 1992 fünf Rohbau-Wagenkästen zum Ersatz von Unfallwagen für Berlin, Erfurt, Gera und Potsdam beschafft, die von den jeweiligen Betrieben vervollständigt wurden.
Berlin
| KT4D | KT4Dt | |||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||||||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1976 - 1987 | 1983 - 1987 | ||||||||||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 475 | 97 + 2 Prototypen | ||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 219 001 - 219 291 219 304 - 219 312 219 321 - 219 417 219 475 - 219 552 |
219 292 - 219 303 219 418 - 219 474 219 553 - 219 582 |
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| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | KT4Dt, KT4Dt+KT4Dt | ||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1985-1998 Fahrschule 4562, 4563 (ex 219 001, 219 002) 1992-1998 Fahrleitungskontrollwagen 4571 (ex 9226) 1994-2002 Partywagen 4591 (ex 9366) 1994: 2 KT4DM (Betr.-Nr. 9489, 9490) 1995: 64 KT4DM 1996: 90 KT4DM 1997: 15 KT4DM ab 2000 HTw 9481, 9482 |
1993: 18 KT4DtM (Betr.-Nr. 9718-9723, 9726-9729, 9740-9743, 9766, 9767, 9863, 9870) 1994: 69 KT4DtM (Betr.-Nr. 9724, 9725, 9730-9739, 9744-9765, 9768-9774, 9853-9862, 9864-9869, 9871-9882) 1995: 12 KT4DtM (Betr.-Nr. 9692-9703) |
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| Wagenübernahmen | 1984: 8 ► Leipzig (Betr.-Nr. 219 313 - 219 320) | 1983: 2 ► Prototypen (Betr.-Nr. 219 302, 219 303) | ||||||||||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1989: 1 ► Cottbus (Betr.-Nr. 219 417) 1989: 2 ► Gera (Betr.-Nr. 219 143, 219 144) 1989/90: 80 ► Potsdam 1997: 10 ► Braila [RO] 1997: 32 ► Oradea [RO] 1997: 1 ► Leipzig (Betr.-Nr. 219 320) 1998: 10 ► Cluj-Napoca [RO] 1998: 32 ► Galati [RO] 1998: 10 ► Craiova [RO] 1998: 10 ► Braila [RO] 1998: 12 ► Almaty [KZ] 1999: 16 ► Cluj-Napoca [RO] 1999: 3 MGB (Betr.-Nr. 219 098 - 219 100) 1999: 28 ► Almaty [KZ] 1999: 8 ► Constanta [RO] 2000: 8 ► Constanta [RO] 2000: 10 ► Almaty [KZ] 2002: 1 ► Gera (Betr.-Nr. 4591) |
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| Bestand |
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Am 28.03.1976 traf im Güterbahnhof Berlin-Schöneweide mit 219 002-2 der erste von drei Wagen in
Berlin ein. Die anderen beiden folgten in den nächsten Tagen. Nach der Abnahme am 12. April 1976
begannen die Probe- und Einstellungsfahrten. Am 11.09. wurde der Einsatz im Fahrgastverkehr auf
der damaligen Linie 75 (Betriebshof Weißensee - Hackescher Markt) aufgenommen. Als erster schied
219 003-0 nach Zusammenstoß mit einem Lkw am 05.02.1980 in Greifswalder Ecke Dimitroffstraße aus.
Während das A-Teil später zerlegt wurde, wurde das B-Teil 1986
zum Einbau im Wagen 219 091-4 verwendet. Die beiden anderen Fahrzeuge wurden
anlässlich der HU im Jahr 1985 zu Fahrschulwagen umgebaut. Nach der
Abstellung 1996 wurden diese 1997 nach Oradea in Rumänien verkauft.
Im Jahre 1982 stellten die Tatra-Werke die Prototypen KT4Dt (mit Thyristorsteuerung) Nr. 0014 und
0015 vor. Im Jahre 1983 begann die Serienlieferung. Bis 1988 wurden 99 KT4Dt ausschließlich
für die Berliner Verkehrsbetriebe gebaut.
1984 trafen im Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Schöneweide die 8 nach Leipzig gelieferten
Fahrzeuge ein. Nach HU wurden diese zwischen November 1984 und Januar 1985 als 219 313-8 bis 320-1
in Betrieb genommen. Zwischen November 1997 und Januar 1998 wurde die Fahrzeuge abgestellt und bis
Mai 2000 abgegeben. Fünf Wagen wurden nach Almaty (9316, 9317), Cluj-Napoca (9314), Constanta
(9315) und Oradea (9319) für den weiteren Einsatz verkauft; dagegen nur noch als Ersatzteilspender
(9318), Übungsobjekt für die Feuerwehr (9313) bzw. für eine museale Erhaltung in Leipzig (9320).
Da man mit der Anpassung der Stromversorgung für den Tatra-Einsatz nicht nachkam, gab es 1989
einen Überbestand an KT4D in Berlin, so dass auf Weisung des MfV (Ministerium für Verkehrswesen)
eine große Anzahl der KT4D (zumeist Baujahre 1985 und 1987) nach Cottbus, Gera und Potsdam
abgegeben werden musste.
| KT4Dm | KT4DM | KT4DtM | |||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1991 | 1995 - 1997 | 1993 - 1995 | ||||||||||||||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | LEW Hennigsdorf | Waggonbau Bautzen (WBB) | Waggonbau Bautzen (WBB) | ||||||||||||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 2 | 171 | 99 | ||||||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 9491, 9492 | 6001-6110, 6112-6115, 6117-6173 | 7001-7099 | ||||||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4Dm+KT4Dm | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DtM, KT4DtM+KT4DtM | ||||||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1997: KT4DM (Betr.-Nr. 6001, 6002) | ab 2003 Partywagen 4592 (ex 6014) | |||||||||||||||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 2006: 18 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 7017, 7018, 7021, 7022, 7024, 7035-7040, 7042-7048) 2007: 3 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 7023, 7041, 7099) 2010: 11 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 7004, 7013-7015, 7019, 7020, 7026, 7032, 7091, 7095, 7097) 2012: 10 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 7030, 7073, 7079, 7081, 7082, 7084, 7085, 7090, 7093, 7094) 2013: 16 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 7029, 7049, 7056, 7061, 7062, 7065, 7069-7072, 7074, 7077, 7083, 7086, 7088, 7092) |
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| Bestand |
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Kurz nach dem Fall der Mauer wurden Pläne geschmiedet die jüngeren Fahrzeuge des Typs KT4D
einer Verjüngungskur zu unterziehen. Bereits im Mai 1991 kam Tw 9492 als erster von zwei Wagen von
einer versuchsweisen Modernisierung aus dem LEW Hennigsdorf zurück. Für 500.000 DM (andere Quellen
sprechen von "kostenlos als Referenzobjekte") hatte man eine AEG Choppersteuerung, eine
IBIS-Anlage sowie Matrix-Anzeigen (Front, Türseite und Heck Linien- u. Zielanzeige sowie auf der
türlosen Seite eine Liniennummernanzeige) eingebaut. Im Fahrgastraum wurden die Sitze gepolstert,
neuer rutschfester Fußbodenbelag verlegt, druckluftgesteuerte Besandungsanlagen und
Matrix-Haltestellenanzeigen installiert. Die Haltestellenansage kam hier nicht mehr direkt vom
Fahrer sondern von Kassette. Im Juli 1991 folgte Tw 9491. Ein Linieneinsatz fand jedoch erst ab
Ende 1992 vorzugsweise auf der Linie 4 statt.
Ein anderer Erprobungsträger war Tw 9366: Ihm wurden neue Außenschwingtüren eingebaut. Da er mit
diesen Türen ein Einzelgänger war wurde er 1994 als man ein Fahrzeug suchte, welches sich für eine
Partywagen eignete, ausgewählt und zur Party-Tram 4591 umgebaut.
Im Januar 1993 ging der erste KT4Dt zum Waggonbau Bautzen um für 425 000 - 720 000 DM eine
umfangreiche Modernisierung zu erhalten. Alle Wagen wurden von Grund auf überholt: Sie erhielten
rutschfesten Fußbodenbelag, neue Polstersitze, Matrix-Haltestellenanzeigen, Außenschwingtüren,
Klappfenster, IBIS-Anlage, Matrix-Anzeigen (Front und Türseite Linien- u. Zielanzeige sowie im
Heck eine Liniennummernanzeige) und eine Steuerung per Sollwertgeber anstelle der bisherigen
Pedalsteuerung und eine völlig umgestaltete Fahrerkabine. Alle KT4D erhalten eine Choppersteuerung
TV8 von ČKD anstelle der bisherigen PCC-Steuerung. Ihm folgten alle KT4Dt sowie 171 KT4D mit
frühestem Baujahr 1980. Als letzte KT4D wurden die Wagen 9491 und 9492 in Bautzen modernisiert und
damit den anderen Fahrzeugen angeglichen. Sie trafen im Mai 1997 wieder in Berlin ein.
Bis auf die beiden als historische Wagen erhaltenen KT4D 9481 und 9482 und den Partywagen 4591
wurden die über 200 nicht modernisierten KT4D nach Rumänien und Kasachstan abgegeben oder
verschrottet.
Da der Partywagen als einziger KT4D mit herkömmlicher Pedalsteuerung ein Fremdkörper im Wagenpark
darstellte, wurde er im Dezember 2002 nach Gera abgegeben.
Im Sommer 2003 wurde mit dem Umbau des KT4D-Mod 6014 zum neuen Partywagen
"BERLINERFAHRBAR" 4592 begonnen, der im August 2004 seine Premiere hatte.
Im April/Mai 2006 waren die KT4Dt 7023 und 7046 auf Probefahrt in Stettin.
Da sich die Fahrzeuge bewährten, wurden ab Oktober 2006 21 KT4Dt nach Stettin abgegeben.
Anfang November 2012 wurde der Verkauf weiterer 42 KT4DtM nach Stettin im Gesamtwert von 450.000
Euro veröffentlicht. Bereits am 21. November 2012 wurde KT4DtM 7073 als erster abtransportiert.
Brandenburg
| KT4D | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1979 - 1983 | ||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 16 | ||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 170-185 | ||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1992: 3 KT4DM (Betr.-Nr. 170, 173, 179) 1993: 6 KT4DM (Betr.-Nr. 172, 174, 176, 180-182) 1994: 4 KT4DM (Betr.-Nr. 177, 178, 183, 185) 1995: 1 KT4DM (Betr.-Nr. 184) 2002-2005: Werkstattwagen (Betr.-Nr. 129) |
||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1997: 3 Cottbus (Betr.-Nr. 152-154) 2002: 2 Gera (Betr.-Nr. 129, 130) |
||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1988: 1 Gera (Betr.-Nr. 171) 1989: 1 Gera (Betr.-Nr. 175) 1999: 2 Cottbus (Betr.-Nr. 152, 153) |
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| Bestand |
|
1979 erhielt der Verkehrsbetrieb der Stadt Brandenburg an der Havel die ersten zwei KT4D (Nr. 170 und 171). Ihnen folgten in den Jahren 1981/83 jeweils 7 Wagen. Damit war die Lieferung von KT4D nach 16 Wagen bereits abgeschlossen. 1988 und 89 wurde jeweils 1 KT4D nach Gera abgegeben. Ab 1992 wurden die verbliebenen 14 KT4D im RAW Berlin Schöneweide modernisiert.
| KT4DM | KT4DMC | KTNF6 | |||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1992 - 1995 | 2003 | 1997 - 1998 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | RAW Schöneweide | Kiepe / VBBr | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 14 | 2 | 10 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 170, 172-174, 176-185 | 174, 179 | 170, 172, 176-178, 181-185 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DMC | KTNF6 | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1997: KTNF6 (Betr.-Nr. 177, 178, 184, 185) 1998: KTNF6 (Betr.-Nr. 170, 172, 176, 181-183) 2003: KT4DMC (Betr.-Nr. 174, 179) |
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| Bestand |
|
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1992 wurde der erste KT4D bei der fälligen Hauptuntersuchung im RAW Schöneweide modernisiert.
Er erhielt Bode-Außenschwingtüren, Schallschutz und Isolierung, Spurkranzschmierung, einen
statischen Umformer, einen elektrisch betätigten Stromabnehmerabzug, einen Bordrechner,
gepolsterte Sitze, getönte Scheiben, Klappfenster, geänderte Heizung und Beleuchtung und eine
Fahrgastinformationsanlage. Bis Mitte 1995 wurden alle KT4D auf diese Weise modernisiert.
Am 13. Juni 1997 kam leihweise Tw 54 aus Cottbus nach Brandenburg, gefolgt von Tw 26 am
11. September und Tw 16 am 8. Oktober 1997. In Brandenburg wurden sie unter den Nummern 154, 153
und 152 geführt.
Im September 1997 war der erste KT4D (Nr. 177) der beim Mittenwalder Gerätebau mit einem
Niederflur-Mittelteil zu einem KTNF6 erweitert wurde fertiggestellt und konnte rechtzeitig zum
Jubiläum "100 Jahre Straßenbahn" am 27. September vorgestellt werden. Insgesamt wurden 10 KT4D in
den Jahren 1997/98 mit Niederflur-Mittelteilen zu KTNF6 erweitert.
Im Januar 1999 verließ Tw 153 (Cottbus 26) Brandenburg und kehrte nach Cottbus zurück. Ihm folgte
im Juli 1999 Tw 152 (Cottbus 16), während Tw 154 von den Verkehrsbetrieben Brandenburg gekauft
wurde.
Im Januar 2002 wurden aus Gera die KT4D 329 und 330 übernommen, die in Brandenburg die Nummern
129 und 130 erhielten. Tw 129 wurde zum Arbeitswagen umgebaut und Tw 130 in eigener Werkstatt neu
lackiert und geringem Maße modernisiert (neue Fenster).
Im Jahr 2003 erhielten die KT4DM 174 und 179 eine Choppersteuerung der Firma Kiepe.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2005 wurde der Werkstattwagen 129 nicht mehr benötigt und im
Januar 2006 verschrottet. Das gleiche Schicksal ereilte Wagen 130 im Juni 2009.
Cottbus
| KT4D | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1978 - 1990 | ||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 65 | ||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 1-65 | ||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D, KT4D+KT4D+KT4D (10.1989-01.1990) | ||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | ab 2006 HTw 65 | ||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1989: 1 ► Berlin (Betr.-Nr. 9") 1991: 7 ► Erfurt (Betr.-Nr. 66-72) 1999: 2 ► Brandenburg (Betr.-Nr. 16, 26) |
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| Wagenabgaben | 1992: 1 ► Schöneiche (Betr.-Nr. 17) 1993: 5 ► Schöneiche (Betr.-Nr. 18-22) 1994: 2 ► Schöneiche (Betr.-Nr. 12, 13) 1997: 3 ► Brandenburg (Betr.-Nr. 16, 26, 54) 1999: 12 ► Kaliningrad [RU] (Betr.-Nr. 25", 7, 8, 14, 23, 24, 27, 28, 31, 32, 15", 26") 2000: 3 ► Liepaja [LV] (Betr.-Nr. 3, 4, 16) 2004: 2 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 51, 57) 2004: 6 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 52, 53, 55, 56, 58, 61) 2006: 4 ► Pjatigorsk [RU] (Betr.-Nr. 59, 60, 62, 63) 2006: 3 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 64, 66, 67) |
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| Bestand |
|
1978 erhielt Cottbus seine ersten beiden KT4D (Nr. 1 und 2). Ihnen folgten in
den Jahren 1979/81 jeweils 10 Wagen, 1982 6 Wagen, 1983/86 jeweils 4 Wagen, 1987
wieder 10 Wagen, 1988/90 jeweils 4 Wagen und eine letzte Serie 1990 über 11
Wagen. Damit waren in Cottbus 1990 65 KT4D vorhanden. KT4D Nr. 9 schied zwar
1989 nach einem Unfall aus dem Bestand aus. Ersatz kam aus Berlin in Form
des KT4D Nr. 219 417 (Bj. 1985) der in Cottbus die Nr. 9'' erhielt.
Von Oktober 1989 bis Anfang 1990 wurde auf der Linie 4 in Dreifachtraktion gefahren.
Im Januar 1991 trafen als letzte Wagen sieben KT4D (Bj. 1990) aus Erfurt ein, welche die Nummern
66-72 erhielten. Dadurch wurde die komplette Umstellung des Linienverkehrs auf den Typ KT4D erreicht.
Im Mai/Juni 2004 wurden insgesamt 6 KT4D nach Tallinn (Estland) abgegeben und im Dezember wurden 2 KT4D nach Prag
abgegeben, wo sie für Szeged (Ungarn) aufgearbeitet wurden.
| KT4DM | KTNF6 | KTNF6 »Langläufer« | |||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1992 - 1995 | 1996 - 1998 | ab 2012 | ||||||||||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Waggonbau Bautzen (WBB) | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | Cottbusverkehr | ||||||||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 26 | 26 | 2 | ||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 9, 29, 30, 33-50, 68-72 | 109, 129, 130, 133-150, 168-172 | 135, 140 | ||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KTNF6, KTNF6+KTNF6* | KTNF6 | ||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1996: KTNF6 (Betr.-Nr. 72) 1997: KTNF6 (Betr.-Nr. 9, 29, 30, 33-40, 47-50, 71) 1998: KTNF6 (Betr.-Nr. 41-46, 68-70) |
2012: KTNF6 »Langläufer« (Betr.-Nr. 135, 140) 2013: KTNF6 »Langläufer« (Betr.-Nr. 143) |
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| Wagenabgaben | 2009: 1 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 172) 2009: 1 ► Schöneiche (Betr.-Nr. 171) 2010: 1 ► Schöneiche (Betr.-Nr. 142) 2011: 1 ► Schöneiche (Betr.-Nr. 139) |
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| Bestand |
|
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Zwischen 1992 und 1995 modernisierte der Waggonbau Bautzen 26 KT4D in Verbindung mit der
Hauptuntersuchung. Diese erste Modernisierung umfasste u. a. den Einbau einer Primärfederung an
den Drehgestellen, einen statischen Umformer, zweiteilige Außenschwingtüren, elektrisch betätigte
Stromabnehmer sowie Modernisierungen im Fahrgastraum einschließlich der Fahrgastinformation. Von
einer Umrüstung der elektrischen Steuerung sah man ab, da die Kosten für die erforderlichen
Bauteile damals noch zu hoch waren.
Der erste um ein Niederflur-Mittelteil erweiterte Wagen (Nr. 172) wurde am 29.01.1996 in Cottbus
vorgestellt.
Cottbus - KTNF6 - Nr. 172
22.05.1996 Schöneiche - 6 / 8 Tage
28. / 30.05.1996 Cottbus
20.09.1996 Gera - 9 Tage
29.09.1996 Cottbus
Im September 1996 wurde der erste der bereits modernisierten KT4D (Nr. 35) mit einer
IGBT-Choppersteuerung ausgestattet. Kurz darauf erhielt er wie der KTNF6 Prototyp 172 ein
Niederflur-Mittelteil, welcher jedoch die Choppersteuerung TV8 von ČKD erhalten hatte.
Bis 1998 wurden alle modernisierten Wagen mit IGBT-Choppersteuerung und Niederflur-Mittelteil
versehen.
Nach Angleichung an die Serienlieferung (Umbau von TV8-Chopper auf Kiepe - IGBT-Choppersteuerung,
Umbau der Rollstuhlrampe und Vergrößerung der Bodenfreiheit bei den Fahrwerken) traf der
KTNF6-Prototyp Nr. 172 am 03.11.1997 wieder aus Mittenwalde ein.
Im November/Dezember 1997 erfolgte der Tausch aller Antriebsmotore bei den KTNF6 zur
Leistungssteigerung von 40 kW auf 54 kW.
Als erste mit einer Video-Überwachungsanlage ausgestattete Straßenbahn ist der KTNF6-Tw 172 seit
dem 04.04.2001 im Einsatz.
KTNF6 135 wurde am 22.04.2002 bei einem schweren Unfall beschädigt. Das A-Teil musste gegen das
des ex Berliner KT4D 9099 (der seit 1999 bei der Mittenwalder Gerätebau GmbH stand) getauscht
werden. 2003 gelangte er nach erfolgreicher Reparatur wieder nach Cottbus.
Mitte Mai 2009 wurde der KTNF6-Prototyp 172 in Richtung Szeged (Ungarn) abtransportiert.
Am 9. August 2009 fand anlässlich einer Sonderfahrt der Einsatz einer KTNF6-Doppeltraktion (*) aus
den Wagen 130 und 171 statt.
In den Jahren 2009 bis 2011 wurde je ein KTNF6 nach Schöneiche abgegeben.
Im Juni 2011 wurde der nach einem Unfall am 10.04.2008 abgestellte KTNF6 144 zerlegt,
das Mittelteil wurde als Ersatzteilspender aufbewahrt.
Am 19. April 2012 wurde der erste KTNF6 »Langläufer« (Nr. 135) der Öffentlichkeit präsentiert. Am
30. Januar 2013 wurde der zweite KTNF6 »Langläufer« (Nr. 140) präsentiert. Die Modernisierung der
»Langläufer« beinhaltet u. a. neue Sitze, Böden, Scheiben, Lampen, Haltestangen und
Seitenverkleidungen. Beim 2. Langläufer gibt es zusätzlich neue Außenanzeigen in LED, ein
Informationssystem im Innenbereich sowie eine neue Rampe für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und
Kinderwagen. Eine gestaltete Decke, passend zum Design des Unternehmens, rundet die Neuerungen ab.
Die »Langläufer« sollen noch mindestens 16 Jahre im Einsatz sein. Insgesamt sind bis zu 15
»Langläufer« geplant.
Erfurt
| KT4D | ||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | |||||||||||||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1976 - 1990 | |||||||||||||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 155 | |||||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 401-555 | |||||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D, KT4D+KT4D+KT4D (ab 1981) | |||||||||||||||||||||||||||
| Modernisierungszeitraum | 1992-1998 | |||||||||||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 63 | |||||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 405, 428, 435, 437, 445, 447, 449-456, 458, 459, 465, 467, 469-472, 489, 490, 492-530 | |||||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4Dm, KT4Dm+KT4Dm, KT4Dm+KT4Dm+KT4Dm | |||||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 405 2. Führerstand 430 Schienenschmierwagen 435 2. Führerstand |
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| Wagenübernahmen | 2003: 1 Naumburg (Betr.-Nr. 405) | |||||||||||||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1991: 7 ► Cottbus (Betr.-Nr. 544, 546, 547, 550, 551, 554, 555) 1992: 5 ► Görlitz (Betr.-Nr. 531-535) 1996: 6 ► ČKD Prag (Betr.-Nr. 421, 424, 436, 438, 439, 443) 2001: 6 ► Gotha (Betr.-Nr. 536, 538-540, 548, 552) 2002: 1 Naumburg (Betr.-Nr. 405) 2003: 4 ► Liepaja [LV] (Betr.-Nr. 457, 463, 482, 483) 2005: 4 ► Liepaja [LV] (Betr.-Nr. 452, 459, 505, 529) 2006: 6 ► Gotha (Betr.-Nr. 541-543, 545, 549, 553) 2006: 6 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 449, 453, 454, 489, 492, 494) 2006: 4 ► Pjatigorsk [RU] (Betr.-Nr. 500, 502-504) 2007: 10 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 428, 477, 478, 481, 486-488, 507, 511, 513) 2007: 6 ► Lwiw [UA] (Betr.-Nr. 437, 451, 456, 458, 499, 527) 2008: 1 ► Gotha (Betr.-Nr. 537) 2008: 10 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 442, 467, 469-471, 485, 493, 497, 498, 516) 2008: 5 ► Lwiw [UA] (Betr.-Nr. 445, 447, 455, 465, 472) 2009: 6 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 496, 501, 510, 514, 515, 517) 2013: 1 ► Jena (Betr.-Nr. 435) 2013: 3 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 490, 525, 526) |
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| Bestand |
|
Für Erfurt wurde die Lieferung von 18 Fahrzeugen vereinbart, deren Produktion auch im Jahre
1975 begann. Zwei weitere sollten nach Gotha gehen und erhielten dafür bereits eine abweichende
Sitzeinrichtung (spätere Wagen 419, 420). Die Auslieferung für Erfurt begann am 5. April und war
bis Juli 1976 abgeschlossen. Nach der Abnahme von 403 und 405 am 30. April begann am folgenden Tag
der Einsatz im Fahrgastverkehr. Die übrigen 18 Wagen folgten bis August.
Wagen 404 wurde bereits am 5.7.1977 nach einem Unfall mit der Feuerwehr in der Bahnhofstraße
abgestellt und später zerlegt. Wagen 418 war ab 1981 zeitweise als Fahrschulwagen nutzbar. Wagen
405 wurde 1985 nach Einbau eines zweiten Führerstandes zu einem Zweirichtungswagen umgebaut.
Als erster Wagen wurde 403 im Oktober 1990 abgestellt und 1996 zusammen mit anderen Wagen an das
Eisenbahn und Technikmuseum Prora auf der Insel Rügen verkauft. Der Abtransport erfolgte am 14.10.1996.
Da die Wagen dort nie vorgefunden wurden, darf eine Zerlegung angenommen werden. In den neunziger
Jahren wurden bei den verbliebenen Wagen Umbauten vorgenommen (z.B. Änderungen von Sitzplätzen,
Einbau Klappfenster, Einbau Matrixanzeiger), auf die jedoch nicht näher eingegangen werden soll.
Die Wagen 402, 406 bis 420 wurden nach der Inbetriebnahme von Niederflurwagen zwischen Januar 1997
und Dezember 1998 abgestellt und bis auf 413 in zwei Zerlegeaktion im November 1997 bzw. April/Mai
2000 vor Ort verschrottet. Wagen 405 wurde 1998 in das laufende Modernisierungsprogramm einbezogen
und ist zusammen mit Wagen 401 einer der letzten noch in Deutschland im Fahrgastverkehr
eingesetzten der aus 33 Wagen bestehenden Nullserie.
Alle 20 Wagen waren zunächst in der rot / weißen Lackierung im Einsatz, welche bei anfallenden HU
auch erneuert wurde. Beginnend mit 401 erhielten ab April 1991 dabei alle dann die neue Erfurter
Lackierung (kirschrot: Fensterbereich, Zierband im unteren Bereich des Wagenkastens / weiß: Bereich
unterhalb der Fenster bis zum kirchroten Zierband). Bis Dezember 1998 wurden von den 20 Wagen in
diese Farbgebung umlackiert: 405-410, 412-415, 417-419.
Sieben KT4D trafen im Frühjahr 1978 bei den EVB ein. Sie erhielten die Nummern 421-427. Im
Spätherbst 1978 erhielten die EVB einen Einzelgänger ohne Fabriknummer als Wagen 404''. 17 Wagen
des Typs KT4D erhielten die EVB im Frühjahr 1979. Sie erhielten die Nummern 428-444. Mit den Wagen
430 und 431 erfolgten die ersten Versuche für die Einführung der Heck-an-Heck-Traktion.
29 KT4D-Triebwagen erhielten die EVB im Jahre 1981 und teilten ihnen die Betriebsnummern 445-473
zu. Ursprünglich waren sogar 31 Fahrzeuge bestellt, 2 erhielt jedoch die Thüringerwaldbahn Gotha,
da Erfurt 1976 deren bestellte Überlandfahrzeuge als 419 und 420 (beide Nullserie) werksneu
übernommen hatte.
Am 29. Juli 1981 verkehrten die fabrikneuen KT4D 471, 465 und 451 erstmals als Dreiwagenzug. Am
1. Dezember 1981 wurden solche Züge auf der Linie 3 für ein Jahr probeweise eingeführt. Der erste
Zug im Linienverkehr bestand aus 451 + 452 + 453. Als einzige Zusatzeinrichtung wurde an der
letzten Tür der KT4D eine Kontrollleuchte angebracht, um bei Dunkelheit sicherzustellen, dass sich
keine Fahrgäste mehr im Türbereich aufhalten. Mit einer derartigen Dreifachtraktion konnten bis zu
600 Personen befördert werden (bei 26 Sitzplätzen je Wagen und Stehplatzfaktor von 0,125m²/Person).
Da sich der Probebetrieb bewährte, wurde diese Betriebsart offiziell in Erfurt eingeführt und bis
heute angewandt.
1982 beschafften die EVB sechs weitere KT4D und versahen sie mit den Betriebsnummern 474-479.
14 KT4D-Triebwagen kamen 1983 nach Erfurt. Die Wagen erhielten die Betriebsnummern 480-493. 492
und 493 waren ursprünglich für Frankfurt/Oder bestimmt gewesen. Der dortige Betrieb übernahm
stattdessen aus Erfurt gebrauchte Trieb- und Beiwagen Gothaer Bauart. 23 KT4D erhielten die EVB im
Jahr 1986. Sie erhielten die Nummern 494-516. Ursprünglich waren sogar 27 Wagen bestellt, wobei
Erfurt jedoch zugunsten anderer Betriebe zurücktreten musste. 14 KT4D beschafften die EVB im Jahr
1987. Für sie wurden die Betriebsnummern 517-530 vergeben. Tw 434 erhielt in diesem Jahr einen
zweiten Fahrerstand.
1987 wurde die komplette Umstellung des Linienverkehrs auf den Typ KT4D erreicht.
Im Jahre 1988 erhielten die EVB fünf weitere KT4D-Triebwagen. Sie wurden in den Wagenpark unter
den Nummern 531-535 eingereiht. Bereits ab Werk erhielten sie den von den EVB entwickelten
Havarieschalter. Im November 1990 erhielt die EVAG die letzte Lieferung von KT4D-Triebwagen. Es
handelte sich um 20 Wagen mit verbesserter Inneneinrichtung (Polstersitze) und einer neuen
Farbgebung: vom Dach bis unterhalb der Fenster dunkelrot, Seiten- und Stirnwände weiß. Alle
sollten unter den Nummern 536-555 in Dienst gestellt werden, es blieben jedoch nur 13 Wagen übrig,
denn Tw 544, 546, 547, 550, 551, 554 und 555 wurden, obgleich bereits einsatzfähig hergerichtet,
im Januar 1991 nach Cottbus verkauft. Tw 536, mit verzogenem Wagenkasten geliefert, wurde nach
Prag zur Garantiereparatur zurückgegeben und kehrte erst im Februar 1992 nach Erfurt zurück.
Ursprünglich sollten 1991 weitere 30 KT4D-Triebwagen beschafft werden - dieser Auftrag wurde jedoch
storniert.
Alle Wagen des Baujahres 1988 (531-535) wurden 1992 nach Görlitz verkauft. Ebenfalls 1992 werden
die KT4D 494-516 (Baujahr 1986) modernisiert, 1993 folgen die Wagen 517-530 (Baujahr 1987). Seit
1997 fielen fast jährlich einige KT4D dem Schneidbrenner zum Opfer.
Im Jahr 2001 wurden 6 Wagen des Baujahres 1990 nach Gotha abgegeben.
In den Jahren 2003 und 2005 wurden jeweils 4 KT4D nach Liepaja in Lettland abgegeben.
Im Jahr 2006 wurden weitere 6 Wagen des Baujahres 1990 nach Gotha sowie 6 Wagen nach Tallinn in
Estland abgegeben.
Zwischen April und Juni 2007 wurden weitere 10 KT4D nach Tallinn abgegeben. Im Dezember 2007
wurden 6 KT4D nach Lwiw abgegeben.
Im März 2008 wurde der letzte KT4D mit Baujahr 1990 nach Gotha abgegeben. Im Juni 2008 wurden
weitere 10 KT4D nach Tallinn abgeben. Im August 2008 wurden weitere 5 KT4D nach Lwiw abgegeben.
Frankfurt/Oder
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||
| Lieferzeitraum | 1987 - 1990 | ||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 34 | ||||||||
| Betriebsnummern | 201-234 | ||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||
| Wagenabgaben | 2003: 1 Gera (Betr.-Nr. 234) | ||||||||
| Bestand |
|
Im Juli 1987 begann auch in Frankfurt das KT4D-Zeitalter mit der Lieferung von 10 Fahrzeugen. Es dauerte jedoch noch bis zum 19. Oktober, bis mit Probe- und Einstellfahrten begonnen wurde. Am 17. November fuhr der 1. KT4D im Linieneinsatz auf der SL 4. Da sich das Gleisnetz in einem recht desolaten Zustand befand war ein Einsatz nur auf den Linien 4 und 6 möglich. Am 28. November erfolgte die offizielle Eröffnung des Linienverkehrs mit KT4D. Noch im Dezember 1987 erreicht die 2. Lieferung dieser Serie mit 12 Wagen Frankfurt. Seit Juni 1988 wird auf den Linien 4 und 6 in Doppeltraktion gefahren, und das - um alle Wagen auch zu nutzen - öfter als es der Fahrplan vorsah. Mit der Eröffnung der Strecke nach Markendorf im Oktober 1988 wurden alle KT4D von der SL 6 abgezogen und auf der neu eingerichteten SL 7 in Doppeltraktion eingesetzt, wofür die Wagen jedoch nicht ausreichten. Im September 1990 erreichen weitere 12 KT4D Frankfurt. Auf Grund zurückgehender Fahrgastzahlen und da die Wagen nicht dem westlichen Stand der Technik und des Komforts entsprechen werden sie kaum eingesetzt.
| KT4DM | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1991 - 1997 | ||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | ||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 29 | ||||||||||
| Betriebsnummern | 201-229 | ||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | ||||||||||
| Wagenabgaben | 2006: 1 Tallinn (Betr.-Nr. 211) | ||||||||||
| Bestand |
|
1991 wird KT4D 227 nach einem schweren Unfall
beim MGB als erster Frankfurter KT4D modernisiert und im Januar 1992 vorgestellt.
Seit dem 22. April 1992 werden in Frankfurt/O. KT4D-Doppeltraktionen nur
noch zu besonderen Anlässen eingesetzt. Der normale Betrieb der
Linien 4, 6 und 7 wird mit Solo verkehrenden KT4D abgedeckt. Im September
1992 gehen die ersten 7 KT4D zur Serien-Modernisierung nach Mittenwalde.
Ab März 1993 trat ein verbesserter Fahrplan in Kraft, der einen KT4D-Einsatz
auf den Linien 2 - 7 vorsah. Im April 1997 wurden die 4 KT4D 230-233
verschrottet, da sie auf Grund stark gesunkener Fahrgastzahlen nicht benötigt
wurden und ein Verkauf mangels Interesse an diesen Wagen scheiterte. Von
Wagen 234 wurde der Wagenkasten aufbewahrt und Ende 2002 nach Gera verkauft,
wo man einen intakten Wagenkasten für einen verunfallten KT4D des
gleichen Baujahres benötigte.
Ende Juli 2003 wurde von den Frankfurter Verkehrsbetrieben eine neue Farbgebung für die Straßenbahn beschlossen:
lindgrün. Aus Kostengründen sollen alle Wagen jedoch erst bei einer ohnehin
fälligen Neulackierung das neue Outfit erhalten. Die ersten drei KT4DM im neuen
Lack sind 209 (07/03), 210 (08/04) und 226.
Im Sommer 2005 und Frühjahr 2006 wurden neun zum Teil seit Jahren abgestellte KT4D verschrottet.
Gera
| KT4D | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1978 - 1990 | ||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 60 | ||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 301-344, 348-363 | ||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1988: Fahrschulwagen 105 (ex 311) | ||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1988: 1 ► Brandenburg (Betr.-Nr. 311'') 1989: 2 ► Berlin (Betr.- Nr. 345, 346) 1989: 1 ► Brandenburg (Betr.-Nr. 347) 2002: 1 ► Berlin (Betr.- Nr. 111) |
||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1996: 4 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 317, 318, 323, 324) 1997: 5 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 341-345) 2001: 1 ► Liepaja [LV] (Betr.-Nr. 319) 2002: 2 ► Brandenburg (Betr.-Nr. 329, 330) 2004: 1 ► Liberec [CZ] (Betr.-Nr. 105) 2004: 4 ► Tallinn [EE] (Betr.-Nr. 322, 325, 326, 328) 2008: 11 ► Lwiw [UA] (Betr.-Nr. 321, 331-340) 2012: 1 ► Gotha (Betr.-Nr. 111) |
||||||||||||||||
| Bestand |
|
Gera erhielt 1978 die ersten Wagen vom Typ KT4D (Nr. 301 und 302). Diesen folgten 1981 8 Wagen,
1982 4 Wagen, 1983 8 Wagen, 1986/87 jeweils 9 Wagen, 1988 4 Wagen und 1990 in zwei Serien 11 und 5
Wagen.
KT4D 311 wurde 1988 zum Fahrschulwagen umgebaut. Als Ersatz kam KT4D 175 aus Brandenburg an der
Havel der in Gera die Nr. 311'' erhielt.
1989 wurden zwei Wagen aus Berlin (219 143 / 144 - Bj. 1978) und ein weiterer Wagen aus
Brandenburg an der Havel (171 - Bj. 1979) übernommen und unter den Nr. 345-347 in den Wagenpark
eingegliedert. 1990 waren somit 64 KT4D im Bestand.
1991 wurde die komplette Umstellung des Linienverkehrs auf den Typ KT4D erreicht.
Im Mai 1996 wurden 4 Wagen nach Tallinn (Estland) abgegeben.
Am 22. November 1996 wurde der erste KT4D im neuen Lack (Wagen 322) der Öffentlichkeit vorgestellt.
1997 wurden alle 4 KT4D des Baujahres 1988 (341-344) die seit Juni 1996 HU-fällig abgestellt waren,
sowie der ex Berliner Wagen 345 nach Tallinn (Estland) abgegeben.
Im Jahr 2001 wurde 1 KT4D nach Liepaja (Lettland) abgegeben und 2002 gingen 2 KT4D nach Brandenburg
an der Havel.
Im Mai 2004 wurde der Fahrschulwagen 105 nach Liberec abgegeben. Im Oktober 2004 wurden weitere 4
KT4D nach Tallinn (Estland) abgegeben.
| KT4DM | ||||
|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1993 | 1993 | 1993 - 1994 | 1994 - 1999 |
| Ausführendes Unternehmen | MGB | GVB Gera | RAW Sw. / GVB Gera | Hwst. Prag / GVB Gera |
| Anzahl modernisierter Wagen | 1 | 1 | 3 | 29 |
| Betriebsnummern | 303 | 304 | 307, 309, 310 | 301, 302, 305, 306, 308, 311'', 312-316, 346, 347'', 348-363 |
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | |||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1998: 4 KT4DMC (Betr.-Nr. 349-352) 1999: 6 KT4DMC (Betr.-Nr. 353-358) 2000: 5 KT4DMC (Betr.-Nr. 359-363) 2001: 4 KT4DMC (Betr.-Nr. 303, 304, 309, 348) 2002: 4 KT4DMC (Betr.-Nr. 305, 307, 308, 310) 2003: 3 KT4DMC (Betr.-Nr. 306, 313, 315) 2004: 3 KT4DMC (Betr.-Nr. 311, 312, 314) 2005: 1 KT4DMC (Betr.-Nr. 316) |
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| KT4DMC (TV 14 Z) | KT4DMC (TV Progress) | KTNF8 | ||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1998 - 2001 | 2000 - 2005 | 1999, 2001, 2003 | |||||||||||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | ČKD Prag / GVB Gera | Cegelec / GVB Gera | ČKD Prag / Alstom | |||||||||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 12 | 18 | 6 | |||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 348-359 | 303-316, 360-363 | 348-353 | |||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4DMC, KT4DMC+KT4DMC | KTNF8, KTNF8+KT4DMC | ||||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1999: 1 KTNF8 (Betr.-Nr. 349) 2001: 4 KTNF8 (Betr.-Nr. 348, 350-352) 2003: 1 KTNF8 (Betr.-Nr. 353) |
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| Wagenübernahmen | 2003: 1 Frankfurt-Oder (Betr.-Nr. 362'') | |||||||||||||||||||||||||||
| Wagenabgaben | ||||||||||||||||||||||||||||
| Bestand |
|
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Der KT4D 302 wurde 1991 als erster im RAW Schöneweide einer HU unterzogen. Dabei erhielt er
Polstersitze und neue, größere Fahrzielanzeigen. Bis zum Jahresende 1991 wurden bei allen KT4D die
Sitze gepolstert. Die KT4D 302, 320-325 erhielten bis Anfang 1992 neue Zielfilme.
In Erweiterung des laufenden Modernisierungsprogramms begann im Jahr 1998 mit dem Triebwagen 349
die Umrüstung der Antriebssteuerung von Beschleuniger- auf Choppersteuerung
(Typ TV 14 Z, ČKD Praha).
Seit dem 12. März 1999 fährt der erste von ČKD mit einem Niederflurmittelteil zu einem KTNF8
umgebaute KT4DMC (349) durch Gera. Durch den Konkurs der Firma ČKD konnten vorerst keine weiteren
Wagen verlängert werden, bis sich 2001 Alstom als neuer Partner fand, welcher vier KT4DMC
(348, 350-352) auf die gleiche Art verlängerte. Im Sommer 2002 erwarben die Geraer
Verkehrsbetriebe aus der Konkursmasse von ČKD das zweite, im Jahr 1998 zusammen mit dem Prototypen
gefertigte Rohbau-Mittelteil für einen KT4D. Es wurde in die Omnibus-Hauptwerkstatt der Prager
Verkehrsbetriebe gebracht, wo es komplettiert und Frühjahr 2003 in den aus Gera angelieferten
KT4DMC 353 eingesetzt wurde.
Ende 2002 wurde aus Frankfurt (Oder) der Wagenkasten des KT4D 234 übernommen, um den verunfallten
KT4DMC 362 wieder neu aufbauen zu können. Ebenfalls Ende 2002 wurde aus Berlin der verunfallte
Partywagen (KT4D 4591) übernommen. Er wurde in Gera wieder instand gesetzt und kommt seit Januar
2004 unter der Nummer 111 als Partywagen zum Einsatz.
Da der Partywagen im Gegensatz zu den historischen Fahrzeugen kaum für Sonderfahrten gebucht wurde,
entschied man sich zur Abgabe des Fahrzeugs: Am 19. Dezember 2012 wurde der Partywagen 111 nach
Gotha abtransportiert.
Görlitz
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||
| Lieferzeitraum | 1983 - 1990 | ||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 11 | ||||||||
| Betriebsnummern | 001-011 | ||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1993: 4 KT4DM (Betr.-Nr. 4, 7, 2, 6) 1994: 4 KT4DM (Betr.-Nr. 1, 15, 9, 10) 1995: 6 KT4DM (Betr.-Nr. 12, 3, 14, 13, 11, 8) 1996: 2 KT4DM (Betr.-Nr. 5, 16) 2000: 3 KT4DMC (Betr.-Nr. 17-19) |
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| Wagenübernahmen | 1992: 5 ► Erfurt (Betr.-Nr. 12-16) 1998: 3 ► Cottbus (Betr.-Nr. 17-19) |
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| Bestand |
|
Görlitz erhielt 1983 das erste Fahrzeug und setzte es unter der Nummer 001 ein. Erst im Frühjahr
und Sommer 1987 folgten dem Einzelgänger mit den Nummern 002-007 weitere baugleiche Wagen. Eine
letzte Serie fabrikneuer KT4D wurde im Frühjahr 1990 unter den Nummern 008-011 eingereiht. Mit
diesen Gelenkwagen war aber die vollständige Ablösung der Zweiachser im Linienverkehr auch bei
äußerster Straffung aller Einsätze nicht zu verwirklichen. Ab 1987 waren die KT4D häufig in
Doppeltraktion anzutreffen. In Görlitz behielt man die tschechische Originalfarbgebung rot/beige
bei.
Am 7. Dezember 1991 wurde mit dem KT4D Nr. 2 (ex 002), der bereits mit gepolsterten Sitzen
ausgestattet wurde, der letzte Abschnitt der Neubaustrecke Weinhübel eröffnet. Anfang 1992 wurden
die KT4D 001-011 in 1-11 umgezeichnet.
Im Januar 1992 übernahmen die Stadtwerke Görlitz von den Erfurter Verkehrsbetrieben die 1988
gebauten KT4D 531, 532, 534 und 535. Sie erhielten in Görlitz die neuen Nummern 12-15. Durch eine
andere Getriebeübersetzung (Flachstreckengetriebe) können die neuen Wagen nicht mit den bereits
vorhandenen Tw 1-11 (Bergstreckengetriebe) gekuppelt werden.
Ab Mitte 1992 erhielten alle KT4D aufgepolsterte Schalensitze und Klapp- anstelle der
Schiebefenster.
Am 26. August 1992 wurde ein weiterer KT4D aus Erfurt übernommen. Der Wagen 533 der EVAG erhielt
die neue Nummer 16 und noch vor seinem ersten Einsatz in Görlitz Klappfenster, aufgepolsterte
Schalensitze, einen Stemmann-Stromabnehmer und einen Rückfahrschalter. Auch die bereits im Januar
1992 aus Erfurt übernommenen Wagen 12-15 erhielten eine Sitzplatzerweiterung auf 2+1 (bislang 1+1)
und Rückfahrschalter um auch im Gleisdreieck der SL 2 gewendet werden zu können.
| KT4DM | KT4DMC (TV 14 Z) | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1993 - 1996 | 1998 in Görlitz / 2000 in Prag | |||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Stadtwerke Görlitz | ČKD Prag / Stadtwerke Görlitz ČKD Prag / Hwst. Prag & Stadtwerke Görlitz |
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| Anzahl modernisierter Wagen | 16 | 16 / 3 | |||||||||||||||
| Betriebsnummern | 1-16 | 1-16 / 17-19 | |||||||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DMC, KT4DMC+KT4DMC | |||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1998: 16 KT4DMC | - | |||||||||||||||
| Wagenabgaben | - | - | |||||||||||||||
| Bestand |
|
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Ab 1993 rekonstruierte die Straßenbahnwerkstatt der Stadtwerke Görlitz AG
systematisch alle KT4D-Fahrzeuge. Auch die elektrische
Ausrüstung wurde gründlich überholt und teilweise ersetzt.
Die Aktion begann im Januar 1993 mit dem Tw 4 und konnte im August 1996 mit dem Tw 16 abgeschlossen
werden. Mit der Rekonstruktion der KT4D legten sich die Görlitzer
Stadtwerke ein neues Outfit in der Farbgebung gelb/weiß zu. Am 23.
September 1994 kam erstmalig eine Doppeltraktion aus den KT4DM 7 und 6 zum Einsatz.
Anfang 1998 begann die Ausrüstung der bereits modernisierten KT4D mit der
tschechischen Choppersteuerung TV 14.
Im März 1998 wurden aus Cottbus die drei 1979 gebauten KT4D 5, 10 und 11 übernommen. Sie kamen bereits Mitte März unter den
neuen Nummern 17-19 im Berufsverkehr zum Einsatz. Im Dezember 1999 wurden die
Wagen 17 und 18 in die Hauptwerkstatt der Prager Verkehrsbetriebe zur Modernisierung
durch die Firma ČKD Pragoimex gebracht. Ende April 2000
traf der erste Wagen wieder in Görlitz ein, an dem jedoch umfangreiche
Restarbeiten notwendig waren. Am 12. Mai 2000 wurde der Wagen 17 mit einer
Sonderfahrt offiziell in Dienst gestellt. Abweichend zu den 1998 in Görlitz
modernisierten Wagen erhalten die in Prag modernisierten Wagen
Matrix-Zielanzeigen. Noch im Mai 2000 wurde Wagen 19 zur Modernisierung nach
Prag gebracht. Im Juli bzw. Oktober kehrten die Wagen 18 und 19 nach Görlitz
zurück und wurden durch Mitarbeiter von ČKD Pragoimex in Betrieb genommen.
Mit der Übernahme durch den neuen Betreiber Connex wurden 2002 die Wagen erneut umnummeriert: In 301-319.
Im September 2010 wurden die KT4DMC 304 und 307 (beide Bj. 1987) nach Entnahme aller verwertbaren Teile verschrottet.
Gotha
| KT4D | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1981, 1982 | ||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 6 | ||||||||||||||
| Betriebsnummern | 301-306 | ||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1997/98: 2 KT4DMC (Betr.-Nr. 303, 304) 1998/99: 2 KT4DMC (Betr.-Nr. 301, 305) 1999/00: 2 KT4DMC (Betr.-Nr. 302, 306) 2007/08: 3 KT4DC (Betr.-Nr. 314, 315, 319) 2008/09: 1 KT4DC (Betr.-Nr. 310'') |
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| Wagenübernahmen | 2001: 6 ► Erfurt (Betr.-Nr. 307-312) 2006: 6 ► Erfurt (Betr.-Nr. 313-317, 319) 2008: 1 ► Erfurt (Betr.-Nr. 310'') 2012: 1 ► Gera (Betr.-Nr. [111]) |
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| Wagenabgaben | - | ||||||||||||||
| Bestand |
|
Der erste der vier 1981 gelieferten KT4D war in Gotha am 1. November 1981 im Fahrgasteinsatz.
Es gab zwei verschiedene Ausführungen: Die Stadtausführung, Wagen 301 / 302 mit 26 Sitzplätzen,
welche ursprünglich für Erfurt vorgesehen waren, sowie die Überlandausführung, Wagen 303 / 304
mit 44 Sitzplätzen. 1982 folgten noch einmal zwei KT4D (305 / 306) in Überlandausführung.
Mit diesen sechs Fahrzeugen war die Beschaffung von Neufahrzeugen für Gotha bereits abgeschlossen.
So mussten auch weiterhin die Gothawagen vom Typ ET55, T57 und G4/61 den Großteil des Betriebes
abwickeln.
Im Rahmen ihrer ersten Hauptuntersuchung im Jahr 1989 wurden die Wagen 301-303 in weiß/hellblau
und die Wagen 304-306 in weiß/gelb lackiert.
1991 wurden 10 gebrauchte Düwag GT6 aus Mannheim übernommen. Diese waren zwar mit Baujahren
zwischen 1960 und 1967 nicht jünger als die noch verkehrenden Gotha-Gelenkwagen (G4/61) wiesen
jedoch eine enorme Steigerung des Fahrkomforts für Fahrer und Fahrgäste auf.
Im Dezember 2012 wurde aus Gera der Partywagen 111 übernommen.
| KT4DMC (Kiepe) | KT4DC (TV Progress) | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1998 - 2000 | 2007 - (2009) | ||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Kiepe Elektrik / Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha | Cegelec / Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha | ||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 6 | 4+(2) | ||||||||||||
| Betriebsnummern | 301-306 | 310'', 314, 315, 319 | ||||||||||||
| Traktionen | KT4DMC, KT4DMC+KT4DMC | KT4DC, KT4DC+KT4DC | ||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | - | - | ||||||||||||
| Wagenübernahmen | - | - | ||||||||||||
| Wagenabgaben | - | - | ||||||||||||
| Bestand |
|
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Erst Ende 2001 wurden aus Erfurt sechs gebrauchte
KT4D (307 - 312, Bj. 1990) übernommen, welche endlich eine Verjüngung
des Wagenparks brachten (Durchschnittsalter 2002: 27 Jahre). Damit ist
Gotha einer der wenigen Betriebe, welcher noch 12 Jahre nach der Produktionseinstellung
des KT4D das Ziel typenrein mit diesen Fahrzeugen zu fahren nicht aus den
Augen verloren hat.
KT4D 310 (ex Erfurt) erlitt im September 2005 bei einem Verkehrsunfall auf der Waldbahnstrecke einen
Totalschaden und wurde im Oktober verschrottet.
Im Januar und Mai 2006 wurden jeweils 3 KT4D (alle Bj. 1990) aus Erfurt übernommen. Sie wurden mit den Nummer 313-317 und 319 in Betrieb genommen, da die Nummer 318 von einem Düwag GT6 aus Mannheim belegt war.
Die Wagen 314, 315 und 319 erhielten die Choppersteuerung TV Progress von
Cegelec.
Im März 2008 wurde der letzte Erfurter KT4D mit Baujahr 1990 übernommen. Er
erhielt ebenfalls eine Choppersteuerung von Cegelec, bevor er ab Juni 2009 unter
der Nummer 310 in den Linieneinsatz gelangte.
Leipzig
| KT4D | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1458 mm | ||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1976 | ||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 8 | ||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 1301-1308 | ||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | ab 1997: HTw 1308 | ||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1984: 8 ► Berlin (Betr.-Nr. 1301-1308) | ||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1997: 1 ► Berlin (Betr.-Nr. 1308) | ||||||||||||||||
| Bestand |
|
Die Wagen 1301 und 1302 wurden am 24.01.1976
angeliefert. Dem folgten bis Mai 1976 die Wagen 1303 bis 1306 und 1308.
Wagen 1307 folgte im August nach Zug- und Druckmessungen. Der erste Fahrgasteinsatz
erfolgte am 03.05.1976 auf Linie 2. Aufgrund des Einzelgängertums
und das gegenüber Großzug T4D+T4D+B4D geringere Platzangebot
wurden diese bis 19.06.1984 außer Betrieb genommen und im September
1984 nach Berlin abgegeben. Vor der Abgabe nach Berlin wurden die Wagen
in der Hwst. Heiterblick von 1458 mm auf 1435 mm umgespurt. Weitere Entwicklung
siehe dort.
An den acht ausgelieferten Wagen wurden verschiedene Lackvarianten erprobt: 1301, 1302 klassisch
elfenbein mit blauem Zierstreifen, 1303, 1304 in blau/elfenbein, 1305 - 1308 in orange/elfenbein.
Ca. 1981/1982 erhielten 1301, 1302 eine Umlackierung in blau/elfenbein.
1306 erhielt 1983 versuchsweise "Negativlackierung", oben blau, unten elfenbein.
Im Dezember 1997 kehrte 9320 (ex 1308) wieder nach Leipzig zurück. Er soll weitgehend in den
Ursprungszustand zurückversetzt und als historischer Wagen erhalten bleiben.
Plauen
| KT4D | |||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1976 - 1988 | ||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 35 | ||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 201-235 | ||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1995: 1 Schienenpflegewagen (Betr.-Nr. 0202 [ex 202]) | ||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1989: 10 ► Zwickau (Betr.-Nr. 236-245) | ||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1987: 1 ► Zwickau (Betr.-Nr. 222) | ||||||||||||||||
| Bestand |
|
Hier erreicht der Wagen 202 am 02.05.1976 Plauen, dem wenige Tage später der Wagen 201 folgte.
Diese wurden ab 14.06. (202) bzw. 01.07. (201) eingesetzt. Die beiden Wagen wurden nicht mehr in
das Modernisierungsprogramm einbezogen und wie folgt letztmalig eingesetzt: 201: 20.12.1995;
202: 10.01.1995. Der an das Eisenbahn- und Technikmuseum in Prora verkaufte 201 wurde am 30.3.1999
abtransportiert, nachdem mit diesen am 07.06.1998 noch eine Abschiedsfahrt durchgeführt wurde.
Dagegen wurde 202 ab Januar 1995 zu einem Schienenpflegewagen (Schleifen und Schmieren) umgebaut.
Der Wagenkasten wurde dazu im Neoplan-Werk Plauen umgebaut. Die Komplettierungsarbeiten erfolgten
in der eigenen Hauptwerkstatt. Nach seiner Fertigstellung ist dieser seit dem 25.09.1995 als 0202
im Einsatz.
1981 erfolgte die Lieferung der ersten 9 Serien-KT4D (203-211). Ihnen folgte nur zwei Jahre
später eine zweite Serie von 11 Fahrzeugen (212-222). Noch im selben Jahr wurde zwischen Neundorf
und Reusa der Einsatz in Doppeltraktion eingeführt.
Erst 1987 bekam Plauen weitere Neubaufahrzeuge in Form von 7 KT4D (223-229). Im gleichen Jahr
wurde der bereits 1983 gelieferte KT4D 222 nach Zwickau abgegeben, wo er als erster KT4D die
Nummer 927 erhielt. Im Mai 1988 gelangte als letztes eine kleine Serie von 6 KT4D-Wagen
(230-235) nach Plauen.
Da man mit den vorhandenen Fahrzeugen keinen typenreinen Betrieb mit KT4D durchführen konnte,
wurden 1989 zehn KT4D der Baujahre 1987 (236-242, ex 945-951) und 1988 (243-245, ex 952-954) aus
Zwickau übernommen, wo man mehr Fahrzeuge hatte als man einsetzen konnte. Damit war es möglich den
gesamten Auslauf mit KT4D zu bestücken. Die komplette Umstellung des Linienverkehrs auf den Typ KT4D wurde
erst im August 1992 mit der Eröffnung der Wendeschleife »Unterer Bahnhof« erreicht.
| KT4DM | KT4DMC | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1992 - 1996 | 1996 - 1999 | |||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | |||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 42 | 40 | |||||||||||||||
| Betriebsnummern | 203-221, 223-245 | 203-208, 210-214, 216-221, 223-245 | |||||||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DMC, KT4DMC+KT4DMC | |||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1995: 1 Schienenpflegewagen (Betr.-Nr. 0202 [ex 202]) | ||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 2005: 1 ► Zwickau (Betr.-Nr. 215) | 2006: 1 ► Zwickau (Betr.-Nr. 230) | |||||||||||||||
| Bestand |
|
||||||||||||||||
1991 wurde ein weitreichendes Modernisierungskonzept für den komplett aus KT4D bestehenden
Wagenpark entwickelt. Die Modernisierung wurde im eigenen Unternehmen durchgeführt um
Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Erforderliche Komponenten wurden von ABB Henschel und
Siemens bezogen. Als erster wurde Tw 228 am 10. April 1992 fertig gestellt. Mit der Fertigstellung
des 42. und letzten modernisierten Tw 207 am 19. Januar 1996 konnte das Modernisierungsprogramm
abgeschlossen werden. Das gesamte Programm wurde in Zusammenhang mit den fälligen
Hauptuntersuchungen durchgeführt und kostete 17 Mio. DM - also ca. 400 000 DM pro Wagen. Die
Modernisierung umfasste: neue gepolsterte Sitze, Fußbodenbelag, Innenverkleidung mit Wärmedämmung,
neue Dachluken, IBIS-Ausrüstung (Haltestellenansagen, Entwerter, Weichensteuerung, Betriebsfunk,
Infrarot-Ortungssystem), Linien- und Fahrtrichtungsfilm (Front u. Türseite) bzw. Linienfilm
(türlose Seite u. Heck), Klapp- statt der Schiebefenster, elektrisch betätigte
Einholmstromabnehmer u. Sandstreuanlage und eine Spurkranzschmierung.
Im Februar 1996 erhielt in der Leipziger Hauptwerkstatt Heiterblick der erste KT4D (Tw 224) eine
Choppersteuerung. Der Umbau weiterer 39 Wagen erfolgte zwischen November 1996 und Anfang 1999 in
Plauen.
Der Tw 242 wurde in der 38. KW mit einer LED-Matrixanzeige ausgestattet, die Zielfilme im Heck und
an der Fensterseite blieben erhalten.
Auf Grund der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof - Reichenbach und dem damit verbundenen Neubau der Brücke über die Bahngleise auf der Pausaer Straße war zwischen Ende Februar und Oktober 2012 kein durchgehender Straßenbahnverkehr in Richtung Plamag möglich. Um den Verkehr trotzdem aufrecht zu erhalten, wurden aus zehn KT4DMC fünf Heck-an-Heck-Traktionen (205-233 / 208-220 / 214-224 / 225-231 / 239-240) zusammengestellt. Je drei Heck-an-Heck-Züge kamen als Linie E7 im 12-Minuten-Takt auf der Strecke Südvorstadt - Morgenbergstraße zum Einsatz. Eine vierte Traktion stand im Betriebshof als Reserve bereit, während die Wagen der fünften Traktion Solo im Einsatz waren.
Potsdam
| KT4D | ||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | |||||||||||||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1974 - 1983 | |||||||||||||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 42 + 2 Prototypen | |||||||||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 001-044 | |||||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | |||||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | ab 2001: HTw 001 | |||||||||||||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1974: 2 ► Prototypen (Betr.-Nr. 001, 002) 1989: 51 ► Berlin (Betr.-Nr. 045-093, 095, 096) 1990: 29 ► Berlin (Betr.-Nr. 094, 097-0124) |
|||||||||||||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 1996: 10 ► Ploiesti [RO] (Betr.-Nr. 008, 010, 020, 022'', 026-029, 039, 044) 1998: 8 ► Ploiesti [RO] (Betr.-Nr. 012'', 014'', 018'', 024, 030, 031, 036'', 043) 1999: 6 ► Ploiesti [RO] (Betr.-Nr. 016'', 032, 034, 038'', 040, 042'') 2002: 1 ► Ploiesti [RO] (Betr.-Nr. 006'') |
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| Bestand |
|
Zunächst kamen im Februar und März 1978 die sieben Wagen 003 - 009 und im Mai 1979 die zehn Wagen 010 - 019. Die im September 1980 angelieferten drei Fahrzeuge 011'', 020 und 021 stammten eigentlich aus einer Lieferung für Berlin, das erst 1981 zum Ausgleich die Wagen 9228 - 9230 erhielt. Im September und Oktober 1981 kamen weitere siebzehn (022 - 038) sowie im Juli 1982 vier Fahrzeuge (039 - 042) nach Potsdam. Von den 1983 ebenfalls für Potsdam hergestellten zehn Wagen erreichte im Mai 1983 nur die Nummer 044 ihr Ziel, die übrigen neun kamen stattdessen mit den Nummern 9304 - 9312 nach Berlin. Auch danach wurde Berlin bevorzugt und so kamen Neubaufahrzeuge vom Typ KT4D nicht mehr nach Potsdam.
Zwischen Juni 1989 und Mai 1990 wurden aus Berlin 80 gebrauchte KT4D übernommen (Berlin 9361 - 9365, 9367 - 9396,
9403 - 9416, 522 - 552 = Potsdam 045 - 0124, in unterschiedlicher Reihenfolge umnummeriert).
Dadurch wurde 1990 die komplette Umstellung des Linienverkehrs auf den Typ KT4D erreicht.
| KT4DM | KT4DM | KT4DMC | |||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1992 - 1994 | 1995 | 2000 - 2001, 2003 - 2006 | ||||||||||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Waggonbau Bautzen (WBB) | AEG Hennigsdorf | ViP | ||||||||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 24 führende Wagen [100] 20 geführte Wagen [200] |
22 führende Wagen [100] 19 geführte Wagen [200] 1 Fahrschulwagen [300] |
13 führende Wagen [100] 11 geführte Wagen [200] |
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| Betriebsnummern | 101-112, 121-132 201-208, 221-232 |
141-162 241-259 |
148-157, 159-161 248-257, 259 |
||||||||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DMC, KT4DMC+KT4DMC | ||||||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 2000: 2 KT4DMC (Betr.-Nr. 153, 253) 2001: 6 KT4DMC (Betr.-Nr. 154-156, 254-256) 2003: 4 KT4DMC (Betr.-Nr. 150, 151, 250, 251) 2004: 6 KT4DMC (Betr.-Nr. 152, 157, 159, 252, 257, 259) 2005: 4 KT4DMC (Betr.-Nr. 149, 160, 161, 249) 2006: 2 KT4DMC (Betr.-Nr. 148, 248) |
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| Wagenübernahmen | 2004: 3 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 112, 124, 221) | ||||||||||||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 2002: 7 ► Ploiesti [RO] (Betr.-Nr. 101, 102, 104, 109-111, 202) 2004: 7 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 106, 112, 121, 124, 201, 206, 221) 2004: 3 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 112, 204, 221) 2008: 2 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 107, 207) 2009: 10 ► Cluj-Napoca [RO] (Betr.-Nr. 105, 125, 203, 205, 223-225, 230-232) 2009: 4 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 108, 122, 208, 222) 2009: 8 ► Temirtau [KZ] (Betr.-Nr. 103, 126-128, 132, 226-228) |
2009: 4 ► Temirtau [KZ] (Betr.-Nr. 241, 243-245) |
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| Bestand |
|
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Entgegen ersten Planungen, nur die aus Berlin übernommenen Fahrzeuge zu modernisieren, wurden später auch die
Wagen 012, 014 - 017 und 036 in dieses Programm mit einbezogen.
Insgesamt wurden 85 KT4D für Potsdam modernisiert, wobei 46 Wagen zu führenden Wagen (100er Nummern) und
39 zu geführten Wagen (200er Nummern) wurden. Der Hauptunterschied ist, dass bei den geführten Wagen die Fahrerkabine nicht mit
modernisiert wurde.
Aus einem der ex Berliner Wagen entstand der Fahrschulwagen mit der Nummer 301.
Zwischen 1998 und 2001 erhielt Potsdam jährlich
vier Niederflurwagen vom Typ Combino - damit endete nach 8 Jahren der typenreine
Betrieb mit KT4D. Am 28. Mai 1999 wurden letztmalig die nicht modernisierten
KT4D 032 und 038'' (ex 037) im Linienverkehr eingesetzt und am 3. Juli
1999 fand eine Abschiedsfahrt statt.
Die Restauration des ersten an die DDR gelieferten
KT4D 001 (Prototyp) wurde 2001 fertig gestellt.
Zwischen Dezember 1996 und Dezember 2002
verließen in 4 Lieferungen insgesamt 32 KT4D Potsdam in Richtung Ploiesti (Rumänien)
- darunter auch der bis Ende 2002 für eine museale Aufarbeitung aufbewahrte
Wagen 006'' (ex 003) - das erste angelieferte Serienfahrzeug - sowie 7 KT4DM.
Im März 2004 wurden 7 KT4DM nach Szeged (Ungarn) abgegeben. Kurz darauf veranlasste SIEMENS als Hersteller der
Combino Niederflurbahnen die Abstellung dieser, da es zur Bildung von Rissen
im Wagenkasten gekommen war. Da trotz Reaktivierung vieler abgestellter
KT4DM für die Erfüllung des Fahrplanes ohne die Combinos nicht
ausreichend Wagen zur Verfügung standen, wurden 3 der kürzlich
nach Szeged abgegebenen Wagen wieder nach Potsdam zurückgeholt. Für
die Spitzen im Schülerverkehr rückten sogar der historische Gotha-Zug
und KT4D 001 in den Linienverkehr aus.
Bis Juni 2004 hatte sich mit der Freigabe
der ersten Combino für den Linienverkehr die Lage wieder soweit entspannt,
dass wieder drei KT4DM nach Szeged gingen.
Im August 2007 wurde mit dem Einbau von Haltewunschtasten in die KT4DM
begonnen. Zum Einbau kommen jeweils 6 Stück pro Fahrzeug, die denen im
Combino entsprechen.
Mit dem Ende der Combino-Sanierung im Dezember 2008 wurden zahlreiche KT4DM
nicht mehr benötigt und zum Verkauf abgestellt.
Noch im Dezember 2008 wurde der Zug 107-207 nach Szeged und im Januar 2009 die
Züge 105-205 und 125-225 nach Cluj-Napoca abgegeben, denen im Februar sechs
200er Wagen folgten. Im November/Dezember 2009 wurde die Züge 126-226 bis
128-228, zwei 100er und
vier 200er Wagen nach
Temirtau (Kasachstan) verkauft.
Zwickau
| KT4D | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1987 - 1990 | ||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 32 | ||||||||||||
| Betriebsnummern | 928-954, 945''-949'' | ||||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 2008: Schienenschleifwagen ATw 200 | ||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1987: 1 ► Plauen (Betr.-Nr. 927) 2006: 1 ► Plauen (Betr.-Nr. 200) |
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| Wagenabgaben | 1989: 10 ► Plauen (Betr.-Nr. 945-954) | ||||||||||||
| Bestand |
|
Der erste KT4D in Zwickau war der im Juni 1987 zur Schulung von Fahr- und Werkstattpersonal aus
Plauen übernommene Tw 222 (Bj. 1983), der in Zwickau die Nummer 927 erhielt. Im selben Jahr traf
auch eine Serie von 24 werksneuen KT4D (928-951) in Zwickau ein. Ihnen folgten schon im Mai 1988
weitere 3 Fahrzeuge (952-954).
Der Fahrgasteinsatz begann am 2. Januar 1989 auf der eigens eingerichteten Linie 1 Pölbitz -
Hauptbahnhof.
Da man nicht alle Fahrzeuge einsetzen konnte, wurden die 10 zuletzt gelieferten Fahrzeuge im
März/April 1989 ohne Einsatz nach Plauen umgesetzt.
Eine letzte Serie von 5 KT4D erreichte Zwickau im Oktober 1990. Die Wagen wurden im Anschluss an
die vorhandenen KT4D erneut mit 945-949 nummeriert. Eine komplette Umstellung des Betriebes auf
KT4D konnte mit diesen 23 Wagen jedoch nicht erreicht werden.
Bereits 1991 erfolgte in eigener Werkstatt eine Teilmodernisierung der Wagen 939 und 949. Sie
erhielten Polstersitze, Matrix-Linienzielanzeigen und ein IBIS-Steuergerät.
Am 27. Mai 1992 wurde KT4D 927 als erster zur Modernisierung nach Mittenwalde verladen.
| KT4DM | KT4DMC (TV Progress) | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1993 - 1995 | 2001 - 2004 | |||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | Cegelec / SVZ | |||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 23 | 23 | |||||||||||||||
| Betriebsnummern | 927-944, 945''-949'' | 927-944, 945''-949'' | |||||||||||||||
| Traktionen | KT4DM, KT4DM+KT4DM | KT4DMC, KT4DMC+KT4DMC | |||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 2001: 7 KT4DMC (Betr.-Nr. 929, 930, 933, 937, 938, 942, 943) 2002: 7 KT4DMC (Betr.-Nr. 932, 936, 939, 940, 945'', 947'', 948'') 2003: 4 KT4DMC (Betr.-Nr. 928, 931, 934, 946'') 2004: 2 KT4DMC (Betr.-Nr. 927, 935) |
||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | - | 2005: 1 ► Plauen (Betr.-Nr. 948''') | |||||||||||||||
| Wagenabgaben | - | - | |||||||||||||||
| Bestand |
|
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Zwischen 1993 und 1995 wurden alle KT4D beim
MGB modernisiert. Ab Ende 2000 wurden alle Wagen bei der fälligen
HU mit der Choppersteuerung TV Progress der Firma Cegelec a.s. (damals noch
ALSTOM Industry a.s.) ausgerüstet.
Für den im Dezember 2004 verunfallten KT4DM 948'' wurde aus Plauen der KT4D 215
übernommen und mit den noch verwendbaren Teilen des 948'' zum 948''' umgebaut.
Im November 2006 wurde ein weiterer KT4D aus Plauen übernommen, der bis zum
Juli 2008 zum neuen Schienenschleifwagen umgebaut wurde und damit den Gotha-ATw 207 ersetzt.
Statistik
Auslieferung nach Empfängerbetrieben und Baujahr:
| Empfänger | Typ | Baujahr | Summe | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1972 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1990 | |||
| Berlin | KT4D | 2 | 1 | 80 | 67 | 10 | 67 | 3 | 61 | 9 | 11 | 86 | 47 | 31 | 475 | |||
| KT4Dt | 2 | 10 | 27 | 30 | 30 | 99 | ||||||||||||
| Brandenburg | KT4D | 2 | 7 | 7 | 16 | |||||||||||||
| Cottbus | KT4D | 2 | 10 | 10 | 6 | 4 | 4 | 10 | 4 | 15 | 65 | |||||||
| Erfurt | KT4D | 12 | 8 | 7 | 17 | 29 | 6 | 14 | 23 | 14 | 5 | 20 | 155 | |||||
| Frankfurt/Oder | KT4D | 22 | 12 | 34 | ||||||||||||||
| Gera | KT4D | 2 | 8 | 4 | 8 | 9 | 9 | 4 | 16 | 60 | ||||||||
| Görlitz | KT4D | 1 | 6 | 4 | 11 | |||||||||||||
| Gotha | KT4D | 4 | 2 | 6 | ||||||||||||||
| Leipzig | KT4D | 6 | 2 | 8 | ||||||||||||||
| Plauen | KT4D | 2 | 9 | 11 | 7 | 6 | 35 | |||||||||||
| Potsdam | KT4D | 2 | 5 | 2 | 10 | 3 | 17 | 4 | 1 | 44 | ||||||||
| Zwickau | KT4D | 24 | 3 | 5 | 32 | |||||||||||||
| Gesamtsumme | 2 | 20 | 13 | 92 | 73 | 49 | 70 | 87 | 85 | 65 | 11 | 113 | 113 | 153 | 22 | 72 | 1040 | |
Umsetzungen innerhalb Deutschlands
Schöneiche
| KT4D | KTNF6 | |||||||||||||||||||
| Spurweite | 1000 mm | 1000 mm | ||||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1992: 1 ► Cottbus (Betr.-Nr. 17) 1993: 5 ► Cottbus (Betr.-Nr. 18-22) 1994: 2 ► Cottbus (Betr.-Nr. 24, 25) |
2009: 1 ► Cottbus (Betr.-Nr. 26) 2010: 1 ► Cottbus (Betr.-Nr. 27) 2011: 1 ► Cottbus (Betr.-Nr. 28) |
||||||||||||||||||
| Traktionen | KT4D | KTNF6 | ||||||||||||||||||
| Modernisierung: | 1995: 1 (Betr.-Nr. 22) 1996: 2 (Betr.-Nr. 18, 21) |
|||||||||||||||||||
| Bestand |
|
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Zwischen 1992 und 1994 wurden aus Cottbus acht KT4D übernommen, die ab sofort den Plandienst
bewältigten.
Bereits 1999 traf der erste "Nachfolger" in Schöneiche ein: Ein GT6 aus Heidelberg, der nach einer
Aufarbeitung die Nr. 41 erhielt. Im Jahr 2000 wurde ein weiterer Wagen übernommen, so dass als
erster KT4D 19 entbehrlich war und verschrottet wurde. Ihm folgten im Jahr 2001 die Wagen 17 und
20 sowie im Winter 2002/03 Wagen 25 ohne dass dafür weitere Wagen hinzugekommen waren.
| KT4DM | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1995 - 1996 | ||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | ||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 3 | ||||||||||||
| Betriebsnummern | 18, 21, 22 | ||||||||||||
| Traktionen | KT4DM | ||||||||||||
| Bestand |
|
Vom 6. September bis 18. Dezember 1995 weilte der KT4D 22 (ex Cottbus) als erster bei der
Mittenwalder Gerätebau GmbH zur Modernisierung. Tw 18 und 21 folgten 1996.
In den Jahren 2003/04 wurden weitere fünf GT6 für den Linienverkehr sowie zwei als
Ersatzteilspender aus Heidelberg übernommen. Da KT4DM 18 im Jahr 2004 mit Fristablauf abgestellt
wurde, übernahmen die GT6 zusammen mit den beiden KT4DM 21 & 22 und KT4D 24 als
Schüler-Reserve den Plandienst. Letzterer wurde im Dezember 2007 abgestellt und im Juli 2008 nach
einer Feuerwehrübung zerlegt.
Anfang November 2009 wurde aus Cottbus der KTNF6 171 angeliefert. Nach ein paar Probefahrten wurde
am 24. November entschieden, diesen und zwei weitere KTNF6 zu kaufen.
Am 13. Juni 2010 ging der erste KTNF6 mit neuer Lackierung als Nummer 26 in den Linienverkehr.
In der Nacht vom 27. zum 28. September 2010 wurde der Cottbuser KTNF6 142 in
Schöneiche angeliefert. Nach Abschluss der nötigen Anpassungsarbeiten kam der Wagen mit der Nummer
27 ab Mai 2011 in den Linienverkehr.
Am Abend des 7. Oktober 2011 wurde der Cottbuser KTNF6 139 angeliefert.
Jena
| KT4Dm-ZR | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||
| Wagenübernahmen | 2013: 1 ► Erfurt (Betr.-Nr. [435]) | ||||
| Traktionen | Solo | ||||
| Bestand |
|
Am 8. Januar 2013 wurde der Erfurter Zweirichtungs-KT4D 435 angeliefert. Er soll zum ATw umgebaut werden.
Umsetzungen nach Kasachstan
Almaty
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||
| Wagenübernahmen | 1998: 12 ► Berlin (Betr.-Nr. 1001-1011, 1049) 1999: 28 ► Berlin (Betr.-Nr. 1012-1038, 9167) 2000: 10 ► Berlin (Betr.-Nr. 1039-1048) |
||||||||
| Traktionen | KT4D | ||||||||
| Bestand |
|
Zwischen November/Dezember 1998 und Mai 2000 gelangten 50 KT4D aus Berlin nach Almaty. Die
Wagen wurden je Lieferung umnummeriert und erhielten die Nummern 1001 bis 1049 - der 50. wurde
Ersatzteilspender.
Im März und Oktober 2002 trafen jeweils 5 T3D aus Chemnitz ein, von denen 8 mit Nummern 1050 bis
1057 zum Einsatz kamen.
Als im März/April 2004 24 modernisierte T3D aus Schwerin eintrafen, waren bereits 10 der 50 KT4D
abgestellt. Die mangelnde Wartung machte den Fahrzeugen, welche aus Berlin zwar fahrbereit jedoch
größtenteils mit abgelaufener HU übernommen wurden, schwer zu schaffen.
Nachdem ab Sommer 2004 die Schweriner T3D endlich in den Fahrgasteinsatz gelangten, erfreuten sie
sich bei den Fahrgästen und den meisten Fahrern großer Beliebtheit. Kurz darauf traf im August
2004 eine dritte und letzte Serie über 12 T3D aus Chemnitz ein. Im Gegenzug wurden weitere 12 KT4D
abgestellt und die ersten 6 abgestellten Wagen verschrottet. In 2005 wurden weitere 8 KT4D
abgestellt und 5 verschrottet.
Im August 2006 gelangten 10 T4D-MS aus Dresden nach Almaty. Sie ersetzten hauptsächlich ex
Schweriner T3DC.
Im April 2008 wurden 10 T4D aus Leipzig übernommen. Um sie mit den Nummern 1038-1047 in den
Wagenpark einzureihen mussten einige KT4D umnummeriert werden.
Im April 2009 übernehmen noch 8 KT4D zusammen mit 9 T3D (ex Chemnitz), 4 T3DC (ex Schwerin),
6 T4D-MS (ex Dresden) und 10 T4D (ex Leipzig) den Auslauf der beiden einzigen Linien 4 und 6.
Im Dezember 2011 wurde als letzter KT4D der Fahrschulwagen 1014 (2010 ex 1054, 2005 ex 1023,
1999 ex Berlin 9043) abgestellt, der seit 2010 auch wieder als Linienfahrzeug genutzt wurde. Den
Auslauf stellen noch 4 T3D (ex Chemnitz), 4 T3DC (ex Schwerin), 5 T4D-MS (ex Dresden) und 9 T4D
(ex Leipzig).
Temirtau
| KT4DM | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||
| Wagenübernahmen | 2009: 12 ► Potsdam (Betr.-Nr. [103], [126], [127], 128, [132], 226, [227], [228], [241], 243, [244], 245) | ||||
| Traktionen | KT4DM | ||||
| Bestand |
|
Am 2. Dezember 2009 trafen mit den Wagen 226 und 227 die ersten beiden KT4DM aus Potsdam in Temirtau ein. Bereits am 28. Dezember unternahm KT4DM 226 als erster ex Potsdamer Wagen eine Probefahrt. Im Rahmen einer Weihnachtsfahrt, wurde der Wagen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Umsetzungen nach Polen
Szczecin (Stettin)
| KT4DtM | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||
| Wagenübernahmen | 2006: 18 ► Berlin (Betr.-Nr. 101-118) 2007: 3 ► Berlin (Betr.-Nr. 119-121) 2010: 11 ► Berlin (Betr.-Nr. 122-132) 2012: 10 ► Berlin (Betr.-Nr. 133-142) 2013: 16 ► Berlin (Betr.-Nr. 143-158) |
||||||||
| Traktionen | KT4DtM, KT4DtM+KT4DtM | ||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 2007: LED-Zielanzeige (Betr.-Nr. 101-121) | ||||||||
| Modernisierung: | 2010: 3 (Betr.-Nr. 101, 116'', 121) 2011: 6 (Betr.-Nr. 103, 104'', 105, 106, 113, 114) 2012: 2 (Betr.-Nr. 117, 118) 2013: 2 (Betr.-Nr. 109, 119) |
||||||||
| Bestand |
|
Im April/Mai 2006 waren die Berliner KT4DtM 7023 und 7046 auf Probefahrt in Stettin. Da sich
die Fahrzeuge bewährten, wurden ab Oktober 2006 21 KT4Dt nach Stettin abgegeben und mit den neuen
Nummern 101-121 in den Wagenpark integriert.
Zwischen Februar und April 2007 erhielten alle Wagen neue LED-Zielanzeigen die auch die polnischen
Buchstaben korrekt darstellen können. Die Stationsansagen sowie die »Wagen hält«-Anzeigen
sind ohne Funktion.
Bis zur Übernahme von T6A2M aus Berlin wurden die KT4DtM auch in Doppeltraktionen eingesetzt,
seitdem wird dies nur noch bei hohem Verkehrsaufkommen (z.B. zu Allerheiligen am 1. November)
praktiziert.
Von April bis August 2010 wurden weitere elf KT4DtM aus Berlin übernommen.
Anfang November 2012 wurde der Kauf weiterer 42 KT4DtM aus Berlin im Gesamtwert von 450.000
Euro veröffentlicht. Bereits am 22. November 2012 traf KT4DtM 7073 als erster ein.
| KT4DtM | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | ab 2010 | ||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Tramwaje Szczecińskie sp. z o.o. | ||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 12 / 18 | ||||||||
| Betriebsnummern | 101, 103, 104'', 105, 106, 113, 114, 116'', 117-119, 121 | ||||||||
| Traktionen | KT4DtM | ||||||||
| Bestand |
|
Im Jahr 2010 wurde ein Modernisierungsprogramm für insgesamt 18 KT4DtM begonnen. Es umfasst eine neue Steuerung, Videoüberwachung sowie eine neue Lackierung im »Floating Garden« Design.
Umsetzungen nach Rumänien
Braila
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||
| Wagenübernahmen | 1997: 10 ► Berlin (Betr.-Nr. 9050, 9141, 9146, 9149, 9150, 9152, 9156, 9158-9160) 1998: 10 ► Berlin (Betr.-Nr. 9052, 9060, 9062, 9069, 9078, 9080, 9086, 9103, 9111, 9121) |
||||||||
| Traktionen | KT4D | ||||||||
| Bestand |
|
Im April 1997 wurden die ersten 10 KT4D aus Berlin übernommen. Ihnen folgte im November 1998
eine weitere Lieferung von ebenfalls 10 Wagen. Alle KT4D sind in Braila mit ihrer Berliner
Originalnummer im Einsatz.
Seit 2010 dient Wagen 9149 als Ersatzteilspender.
Cluj-Napoca
| KT4D | KT4DM | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1998: 10 ► Berlin (Betr.-Nr. 3, 4, 10, 12, 17-22) 1999: 16 ► Berlin (Betr.-Nr. 21'', 28, 30, 31, 36, 37, 41-43, 45-50, 52) |
2009: 10 Potsdam (Betr.-Nr. 71-80) | ||||||||||||
| Traktionen | KT4D | KT4DM | ||||||||||||
| Wagenabgaben | 2001: 0.5 Craiova | |||||||||||||
| Bestand |
|
|||||||||||||
Im Dezember 1997 / Januar 1998 erhielt der Straßenbahnbetrieb durch
Vermittlung von Oradea 10 KT4D aus Berlin. Sie wurden in Lücken
ausgesonderter Fahrzeuge nummeriert. KT4D 21 wurde bereits im April 1998 bei
einem Unfall schwer beschädigt und abgestellt. Im März 1999 kamen weitere 16
KT4D aus Berlin. Das A-Teil des 1998 verunfallten KT4D 21 wurde 2001
verschrottet, das B-Teil nach Craiova abgegeben.
Im Januar 2009 wurden vier KT4DM aus Potsdam übernommen. Eine erste
Probefahrt erfolgte mit Wagen 71 (ex Potsdam 105) am 5. Februar 2009. Im
Februar folgten weitere sechs KT4DM.
Constanta
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||
| Wagenübernahmen | 1999: 8 ► Berlin (Betr.-Nr. 176-183) 2000: 8 ► Berlin (Betr.-Nr. 184-190, 4571) |
||||||||
| Traktionen | KT4D | ||||||||
| Wagenabgaben | - | ||||||||
| Bestand |
|
Erst im Dezember 1999 gelangten 8 KT4D aus Berlin nach Constanta, denen bereits im Februar 2000
eine zweite Lieferung über 7 Linienwagen und den ATw-KT4D (ex Berlin 4571). Sie erhielten die
Nummern 176 - 190.
Im Oktober 2008 wurden alle KT4D abgestellt und im November 2008 der Straßenbahnbetrieb in
Constanta stillgelegt. 14 KT4D stehen zum Verkauf.
Da sich kein Käufer für die Fahrzeuge fand, wurden diese zwischen Mitte 2010 und Mitte 2012
verschrottet.
Craiova
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||
| Wagenübernahmen | 1998: 10 ► Berlin (Betr.-Nr. 101-110) 2001: 0.5 Cluj-Napoca (Betr.-Nr. 107) |
||||||||
| Traktionen | KT4D | ||||||||
| Bestand |
|
Im August 1998 gelangten 10 KT4D aus Berlin
nach Craiova. Sie erhielten die Nummern 101 - 110. Im Jahre 2001 bekam
KT4D 107 (ex Berlin 9131) das B-Teil des 1998 in Cluj-Napoca verunfallten
KT4D 21 (ex Berlin 9148). Statt weiterer KT4D übernahm Craiova 2001
je 17 T4D/B4D aus Leipzig.
Die 10 KT4D sind Baujahr 1978 und befinden sich noch alle im Einsatzbestand.
Galati
| KT4D | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||||
| Wagenübernahmen | 1998: 20 Oradea (Betr.-Nr. 5, 52, 54, 56, 60-70, 75, 76, 78, 79, 82) 1998: 12 ► Berlin (Betr.-Nr. 55, 58, 71-74, 80, 83, 89-92) |
||||||||||
| Traktionen | KT4D, KT4D+KT4D | ||||||||||
| Bestand |
|
Im Dezember 1997 / Januar 1998 erhielt der Straßenbahnbetrieb durch Vermittlung von Oradea
20 KT4D aus Berlin. Sie wurden in Lücken ausgesonderter Fahrzeuge nummeriert: 5, 52, 54, 56,
60 - 70, 75, 76, 78, 79, 82. Im Juli 1998 folgte eine zweite Lieferung über 12 KT4D. Diese
erhielten die Nummern: 55, 58, 71 - 74, 80, 83, 89 - 92. Seit mindestens Mai 2001 war der
KT4D 89 (ex Berlin 9066) wahrscheinlich nach einem Unfall abgestellt und wurde bis Mitte 2002
verschrottet.
Im Jahr 2006 erhielten alle Wagen Inventarnummern (Nummernschilder) im Bereich 0092-0122, die auch
als Wagennummern angeschrieben wurden. Im Jahr 2008 wurden die Inventarnummern geändert, so dass
die Wagen jetzt im Bereich 1320-1350 nummeriert sind.
Als Besonderheit in Rumänien wurden bis 2009 im Berufsverkehr zwei KT4D-Doppeltraktionen
(1335+1349 & 1330+1350) eingesetzt, deren geführte Wagen keine Scheibenwischer / Scheinwerfer
mehr besaßen. Die geführten Wagen sind seit Mai 2009 abgestellt. Insgesamt sind mindestens 12 Wagen
abgestellt, jedoch noch nicht ausgeschlachtet.
Oradea
| KT4D | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||||
| Wagenübernahmen | 1997: 32 ► Berlin (Betr.-Nr. 200-231) | ||||||||
| Traktionen | KT4D | ||||||||
| Bestand |
|
Im August 1997 traten von Berlin aus 12 KT4D
ihre Reise nach Oradea an. Im Oktober und Dezember des gleichen Jahres
folgten ihnen je 10 Wagen. In ihrer neuen Heimat erhielten sie die Nummern
200 - 231.
Während die Hälfte der Wagen 2003
noch immer im alten BVG-Lack unterwegs war, erhielten ungefähr ein
Drittel der Wagen eine Art Standard-Lackierung in weiß mit roten
oder blauen Zierstreifen (s. Bilder 203 / 209). Die restlichen Wagen tragen
Vollwerbung (s. Bild 220).
An zwei Dritteln der Wagen wurden die Begrenzungsleuchten
erneuert. Die Scheinwerfer hingegen entsprechen noch der Berliner Ausführung
- allerdings scheint schon der ein oder andere Scheinwerferring verloren
gegangen zu sein (s. Bild 229).
Im Jahr 2003 wurde der erste KT4D (231)
verschrottet. Er war 1997 nur als Ersatzteilspender übernommen worden,
wurde jedoch wie alle anderen Wagen umnummeriert.
Ploiesti
| KT4D | KT4DM | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1996: 10 Potsdam (Betr.-Nr. 45070-45079) 1998: 8 Potsdam (Betr.-Nr. 45085-45092) 1999: 6 Potsdam (Betr.-Nr. 45093-45098) 2002: 1 Potsdam (Betr.-Nr. 45099) |
2002: 7 Potsdam (Betr.-Nr. 45100-45106) | ||||||||||||
| Traktionen | KT4D | KT4DM | ||||||||||||
| Bestand |
|
|||||||||||||
Im Dezember 1996 trafen die ersten 10 KT4D
aus Potsdam in Ploiesti ein. Es waren die ersten Fahrzeuge vom Typ KT4D
die nach Rumänien gelangten. Sie erhielten die Nummern 55070 - 55079.
Zwei Jahre später, im Dezember 1998, folgten 8 weitere Wagen, denen
sich im September 1999 mit 6 Fahrzeugen die dritte und vorerst letzte Lieferung
anschloss. Die Wagen der zweiten und dritten Lieferung erhielten die Nummern
45085 - 45098. Die Wagen der ersten Lieferung wurden Anfang 1999 in 45070 -
45079 umnummeriert. Nachdem anfänglich alle Wagen in Potsdamer Lackierung
eingesetzt wurden, erhielten mittlerweile viele ratp-Lack in weiß/gelb.
Im Dezember 2002 kam aus Potsdam eine vierte Lieferung, die aus 8 Wagen
bestand, von denen 7 Wagen in den
Jahren 1992/93 beim Waggonbau Bautzen modernisiert worden waren. Der 8. Wagen
war der letzte in Potsdam verbliebene Serien-KT4D 006,
welcher ursprünglich historisch erhalten werden sollte.
Insgesamt wurden 32 KT4D übernommen,
welche sich noch alle im Einsatzbestand befinden.
Umsetzungen nach Tschechien
ČKD Praha (ČKD Prag)
| KT4D | |
|---|---|
| Spurweite | 1000 mm / 1435 mm |
| Wagenübernahmen | 1996: 6 Erfurt (Betr.-Nr. 421, 424, 436, 438, 439, 443) |
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1999: "Twisttram" (Betr.-Nr. 438) |
1996 wurden 6 KT4D aus Erfurt von ČKD Praha übernommen. Wagen 438 diente im Jahr 1999 unter dem Namen "Twisttram" als Versuchsträger für eine neue Gelenkverbindung. Alle Wagen wurden nach dem Konkurs im Jahr 2002 zerlegt.
Liberec (Reichenberg)
| KT4D | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||||
| Wagenübernahmen | 2004: 1 Gera (Betr.-Nr. 105) | ||||||
| Bestand |
|
Im Mai 2004 übernahm Liberec aus Gera den Fahrschul-KT4D 105.
Umsetzungen nach Ungarn
Szeged
| KT4D | KT4DM | KTNF6 | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm (ex 1000 mm) | 1435 mm | 1435 mm (ex 1000 mm) | |||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 2004: 2 MGB (Betr.-Nr. 9098, 9100) 2005: 2 ► Cottbus (Betr.-Nr. 207, 208) 2006: 3 ► Cottbus (Betr.-Nr. 209-211) |
2004: 7 ► Potsdam (Betr.-Nr. [112], [124], [221], 200, 201, 203, 206) 2004: 3 ► Potsdam (Betr.-Nr. 202, 204, 205) 2008: 2 ► Potsdam (Betr.-Nr. 213, [207]) 2009: 4 ► Potsdam (Betr.-Nr. 214-217) |
2009: 1 ► Cottbus (Betr.-Nr. [172]) | |||||||||||||||
| Modernisierungszeitraum | 2005 / 2006 | 2004 - 2007, 2010 / 2004 - 2005 | ||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | DP Praha / Szeged | Szeged / DP Praha | ||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 2 / 3 | 9 / 3 | ||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 207, 208 / 209-211 | 200-202, 206, 213-217 / 203-205 | ||||||||||||||||
| Traktionen | KT4DC | KT4DM / KT4DMC | ||||||||||||||||
| Wagenabgaben | 2004: 3 ► Potsdam (Betr.-Nr. [112], [124], [221]) | |||||||||||||||||
| Bestand |
|
|||||||||||||||||
Im März 2004 wurden aus Potsdam 7 KT4DM übernommen, von denen einer direkt zur Aufarbeitung nach Prag ging. Durch die Combino-Krise mussten in
Potsdam alle Fahrzeuge diesen Typs abgestellt werden, so dass ausschließlich die
verbleibenden KT4DM zur Verfügung standen, was jedoch zur Erfüllung des Fahrplans
nicht ausreichte. Deshalb wurden im April 2004 kurzerhand drei der nach Szeged
verkauften KT4DM nach Potsdam zurückgeholt. Im Juni 2004 konnte wieder auf drei
Wagen verzichtet werden von denen zwei zur Aufarbeitung nach Prag gingen.
Im Dezember 2004 wurden zwei ex Berliner KT4D vom Mittenwalder Gerätebau
übernommen die nur als Ersatzteilspender dienen.
Im Frühjahr 2005 standen sechs KT4DM mit den Nummern 200 bis 205 zum Einsatz
auf der Linie 1 zur Verfügung.
Im Herbst 2005 trafen zwei weitere KT4D (ex Cottbus) aus Prag ein, welche die
Nummern 207 und 208 erhielten.
Im März 2006 wurden drei KT4D aus Cottbus übernommen, die nach der
Aufarbeitung in eigener Werkstatt (Neulackierung & Einbau Choppersteuerung) die Nummern 209 bis 211 erhielten.
Im Dezember 2008, Juni 2009 und Juli 2009 wurden je zwei KT4DM aus Potsdam übernommen.
Im Mai 2009 traf der KTNF6-Prototyp aus Cottbus in Szeged ein.
Bild-Quellen:
► CITY ELECTRIC TRANSPORT - Joint Tramway and Trolleybus Site - User "A. N."
► www.Schienenwolf.de Private Homepage eines Berliner Straßenbahnfahrers
► www.Thueringer-Waldbahn.de - private Internetseite rund um die "Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha"
► www.Tramwaypics.de "Die Straßenbahnfotoseite" - Private Bildergalerie aller deutschen Betriebe
► www.Tram-Plauen.de "Plauener Straßenbahnseite" - Private Homepage über die Plauener Straßenbahn
Text-Quellen:
Die Straßenbahnen in Ostdeutschland - Band 3
Straßenbahn Magazin 6/1996 - KT4D - 20 Jahre jung & Aus dem KT4D wird der KTNF6
Straßenbahn Magazin 1/1998 - Tradition und Zukunft - Brandenburgs 100jährige Straßenbahn
Straßenbahn Magazin 3/1998 - Der Universelle: 25 Jahre Tatra KT4D
Straßenbahn Magazin 9/2001-11/2001 - Die Geschichte der Tatra-Wagen
Blickpunkt Straßenbahn 2/2000 - Die originalen Potsdamer KT4D
Blickpunkt Straßenbahn 3/2001 - 25 Jahre KT4D
Blickpunkt Straßenbahn 5/2001 - Die beiden Prototyp KT4 Triebwagen Potsdam 001 und 002
Straßenbahn Magazin 8/2002 - Was bewegt Cottbus?
Ivo Köhler: KT4 - Der Kurzgelenkwagen aus Prag. Verlag GVE, 2009.






































































































































































