Tatra-Straßenbahn - Typ T6A2 & B6A2

| ► Typbezeichnung | ► Technische Daten | ► Umsetzungen | ► Statistik | |||
| ► Prototypen | ► Sofia | ► Szeged | ||||
| ► Berlin | ||||||
| ► Dresden | ||||||
| ► Leipzig | ||||||
| ► Magdeburg | ||||||
| ► Rostock | ||||||
| ► Schwerin |
Prototypen
| T6A2 | B6A2 | |
|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm |
| Baujahr | 1985 | 1985 |
| Anzahl gefertigter Wagen | 2 | 1 |
| Betriebsnummern | 0020, 0021 | 0022 |
| Traktionen | T6A2, T6A2+T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | |
| Wagenabgaben | 1986: 2 ► Dresden | 1986: 1 ► Dresden |
1978 verhandelte ČKD mit der DDR über einen Nachfolger für den Typ T4D. Die DDR entschied sich für die Beschaffung eines Triebwagens T5A2 mit Thyristorsteuerung und - sehr zum Ärger des Herstellers, der partout keine Beiwagen mehr bauen wollte - für einen gleichartigen B5A2. Schließlich wurde die Lieferung des Musterzuges (zwei Triebwagen und ein Beiwagen) für 1984 vereinbart. Das erste Musterfahrzeug war 1981 ein T5A5 mit der Wagennummer 8013. Obgleich er sehr gefällig ausgeführt, harmonisch wirkend und dem modernen Stand der Technik entsprechend, blieb er ein Einzelgänger und diente bei ČKD zur Erprobung neuer Baugruppen und Ausrüstungsteile. 1985 baute ČKD mit einjähriger Verspätung den versprochenen Musterzug der neuen Generation für die DDR, jedoch nicht mehr als T5A2 und B5A2, sondern als T6A2 und B6A2. Beide Baumustertriebwagen mit den Nummern 0020 und 0021 sowie der dazugehörige Beiwagen mit der Nummer 0022 wurden ausgiebig in Prag erprobt, ehe sie an die DDR ausgeliefert wurden.
T6A2 & B6A2
Berlin
| T6A2 | B6A2 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||
| Lieferzeitraum | 1988 - 1990 | 1988 - 1990 | ||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 118 | 59 | ||||||
| Betriebsnummern | 218 101 - 218 218 | 268 201 - 268 259 | ||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | |||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge |
1993: 13 T6A2M (Betr.-Nr. 8112, 8121, 8135, 8137, 8138, 8141-8143, 8149, 8150, 8152, 8158, 8159) 1994: 41 T6A2M 1995: 42 T6A2M 1996: 22 T6A2M |
1993: 6 B6A2M (Betr.-Nr. 8521, 8526-8530) 1994: 21 B6A2M (Betr.-Nr. 8501-8508, 8511, 8514, 8531-8535, 8540, 8541, 8543, 8545-8547) 1995: 21 B6A2M (Betr.-Nr. 8510, 8515, 8516, 8520, 8536-8539, 8542, 8544, 8549-8559) 1996: 11 B6A2M (Betr.-Nr. 8509, 8512 8513, 8517-8519, 8522-8525, 8548) |
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| Bestand |
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Zwischen 1988 und 1991 wurden 118 T6A2 und 59 B6A2 nach Berlin geliefert. Sie werden zuerst vom
Betriebshof Marzahn aus als Großzüge (Tw+Tw+Bw) auf den am stärksten belasteten Strecken
eingesetzt sowie ab 1991 auch vom Betriebshof Köpenick aus. 1992 wird der erste Zug zur
Modernisierung nach Mittenwalde überführt. Ab 1993 werden auch vom Betriebshof Niederschönhausen
T6 im Pankower Teilnetz eingesetzt.
Am 17. Juli 1996 fand die Abschiedsfahrt der nicht modernisierten T6A2 statt. Aus diesem Anlass
waren der Großzug 8161+8163+8548 auf der Linie 6 und der Großzug 8156+8157+8525 auf der Linie 8 im
Einsatz.
| T6A2M | B6A2M | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1993 - 1996 | 1993 - 1996 | ||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | Mittenwalder Gerätebau (MGB) | ||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 118 | 64 | ||||||||||||
| Betriebsnummern | 5101-5218 | 5501-5564 | ||||||||||||
| Traktionen | T6A2M, T6A2M+B6A2M, T6A2M+T6A2M, T6A2M+T6A2M+B6A2M (nicht im Linienverkehr) | |||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 2006: 5199 PUMA-Werbezug | 2006: 5535 PUMA-Werbezug | ||||||||||||
| Wagenübernahmen | - | 1995: 5 ČKD (5560-5564) | ||||||||||||
| Wagenabgaben | 2007: 2 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 5206, 5209) 2008: 30 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 5101-5103, 5105, 5106, 5108, 5185-5188, 5191, 5192, 5194, 5195, 5200-5205, 5207, 5208, 5210, 5211, 5213-5218) 2010: 22 ► Szczecin [PL] (Betr.-Nr. 5111, 5113, 5115, 5116, 5119-5121, 5124, 5126, 5127, 5129-5132, 5134, 5140, 5144-5147, 5153, 5165) 2011: 6 ► Norrköping [SE] (Betr.-Nr. 5114, 5122, 5128, 5133, 5136, 5160) 2011: 1 ► Frankfurt (Oder) (Betr.-Nr. 5118) 2013: 30 ► Dnipropetrowsk (Betr.-Nr. 5107, 5109, 5110, 5123, 5125, 5138, 5139, 5148, 5149, 5158, 5159, 5164, 5166, 5171-5173, 5175-5181, 5183, 5184, 5189, 5193, 5197, 5198, 5212) |
2009: 12 ► Magdeburg (Betr.-Nr. 5516, 5540, 5542, 5544, 5546, 5549, 5553, 5554, 5557, 5560-5562) | ||||||||||||
| Bestand |
|
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Am 22. Dezember 1993 wurden die ersten beiden modernisierten T6A2 (5112 und 5143) der Presse
vorgestellt. Der erste modernisierte B6A2 (5521) traf erst Anfang 1994 aus Mittenwalde in Berlin
ein. Alle modernisierten T6 wurden in Niederschönhausen und Schöneweide/Köpenick stationiert.
Eingesetzt werden sie in den Zug-Kombinationen T6 (Solo), T6+B6, T6+T6. Bis 1996 erfolgte die
Modernisierung aller T6A2 / B6A2 der BVG. Zusätzlich wurden von ČKD fünf ursprünglich für Rostock
vorgesehene B6A2-Rohbauwagenkästen übernommen und ebenfalls modernisiert.
Der Einsatz der Wagen vom Betriebshof Niederschönhausen endete am 01.10.2000. Sie wurden dort
zuletzt auf den Linien 50, 52 und 53 eingesetzt. Seit Juni 2002 sind alle 64 Beiwagen im
Betriebshof Schöneweide abgestellt.
Am 3. Oktober 2007 erfolgte eine Foto-Sonderfahrt mit einem T6A2M-Großzug, bestehend aus den Wagen
5182-5206-5563. Kurz darauf verließen die ersten zwei von 32 T6A2M Berlin in Richtung Stettin. Zur
offiziellen T6A2M-Abschiedsfahrt am 6. Dezember 2007 kam mit dem Zug 5182-5563 noch einmal ein
B6A2M in den Fahrgasteinsatz. Als letzte T6-Traktion im Fahrgastverkehr war der Zug 5116-5186 am
8. Dezember 2007 im Einsatz.
Im April 2009 wurden 12 Beiwagen vom Typ B6A2M nach Magdeburg abtransportiert, wo sie nach
Anpassung der Elektronik hinter Niederflurwagen vom Typ NGT8D zum Einsatz kommen sollen.
Von April 2010 bis Anfang September 2010 verließen weitere 22 T6A2M Berlin mit Ziel Stettin.
Ende September 2010 wurde der T6 5104 nach Ausbau noch verwendbarer Teile verschrottet.
Ende Januar und Anfang Februar 2011 wurden je drei T6A2M nach Norrköping abtransportiert, um
kurzfristig den durch die verspätete Lieferung von Niederflurwagen entstandenen Wagenmangel nach
der Inbetriebnahme einer Neubaustrecke auszugleichen.
Am 16. März 2011 wurde der T6A2M 5118 in die Werkstatt der Geraer Straßenbahn abtransportiert. Er
wird dort mit Meterspurdrehgestellen versehen und zu einem Arbeitswagen für die Straßenbahn
Frankfurt (Oder) umgebaut.
Am 16. Januar 2013 wurden 16 von 30 T6A2M für Dnipropetrowsk verladen. Die zweite Charge mit
14 T6A2M verließ Berlin am 1. März 2013.
Dresden
| T6A2 | B6A2 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1450 mm | 1450 mm | ||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1988 | 1988 | ||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 2 | 1 | ||||||||||||
| Betriebsnummern | 226 003 - 226 004 | 276 002 | ||||||||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | |||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1991: Stadtrundfahrtzug 226 001, 226 002 | 1991: Stadtrundfahrtzug 276 001 | ||||||||||||
| Wagenübernahmen | 1986: 2 ČKD (Betr.-Nr. 226 001, 226 002) | 1986: 1 ČKD (Betr.-Nr. 276 001) | ||||||||||||
| Bestand |
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1986 erhielt Dresden den Prototyp-T6A2-Großzug für die DDR. Diesem folgte 1988 ein weiterer
Serien-Großzug (Tw+Tw+Bw).
1991 wurde der Prototyp-T6A2-Großzug als Stadtrundfahrt-Zug hergerichtet. Er erhielt in diesem
Zusammenhang Polstersitze, Teppichboden sowie zusätzliche Sitzplätze (jeweils 4 in den Trieb- und
6 im Beiwagen). Die ursprünglich silberne Lackierung (s. Bild 4) wich 1993 der weißen mit gelbem
und anthrazitfarbenem Streifen (s. Bild 7). Die Stadtrundfahrt wurde im November 2000 ein- und
beide Großzüge abgestellt. Im August 2002 wurden alle Fahrzeuge bis auf den 1. Prototyp-T6A2
verschrottet.
Der T6A2 226 001 zählt seitdem zu den historischen Triebwagen in Dresden und wurde bis April 2006
komplett restauriert.
Leipzig
| T6A2 | B6A2 | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1988 - 1990 | 1988 - 1990 | ||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 28 | 14 | ||||||||||||||
| Betriebsnummern | 1001-1028 | 801-814 | ||||||||||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | |||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 1988: Stadtrundfahrtzug 1001, 1002 | 1988: Stadtrundfahrtzug 801 | ||||||||||||||
| Wagenabgaben | - | - | ||||||||||||||
| Bestand |
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Ende 1988 wurde der erste T6A2 angeliefert. Er erhielt in Leipzig Neulack in cremeweiß und die
Nummer 1001 (s. Bild 1). Am 14.03.1989 erfolgte während der Leipziger Frühjahrsmesse die
offizielle Übergabe des nunmehr elfenbein/hellblau lackierten Wagens 1001 im Rahmen einer kleinen
Feier im "Straßenbahnhof der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft" - heute wieder "Angerbrücke"
(s. Bild 2). Der Tw 1001 verfügte anfangs ebenso wie Tw 1002 und Bw 801 über eine abweichende
Inneneinrichtung, da mit diesen Fahrzeugen die für Leipzig traditionellen Stadtrundfahrten mit der
Straßenbahn wieder aufleben sollten. Zum Jahreswechsel 1989/1990 erfolgte die Anlieferung der
Wagen 1003-1014 und 802-805, im Frühjahr 1990 erfolgte deren Inbetriebnahme und Stationierung im
Straßenbahnhof Wittenberger Straße, wo auch die Wagen 1001/1002/801 bereits zuhause waren.
Eingesetzt wurden die Wagen in allen Zugbildungs-Varianten zumeist auf der Linie 21. Die zum
Jahreswechsel 1990/1991 gelieferten Tw 1015-1028/Bw 806-814 erlebten ihre Feuertaufe zur Leipziger
Frühjahrsmesse 1991 (s. Bild 4). Durch die politische Wende kam das Aus für Neufahrzeuge aus
Tschechien und so bildeten die Fahrzeuge mit maximal 14 Großzügen eine unbedeutende Minderheit im
Leipziger Fahrzeugpark.
Dies wurde den Fahrzeugen in sofern zum Verhängnis, als das nur geringe Mittel aufgewandt wurden
um die Fahrzeuge zu modernisieren. Während die Triebwagen (von den Begrenzungsleuchten und einigen
anderen Details abgesehen) sich äußerlich noch weitgehend im Originalzustand befinden, erhielten
die Beiwagen bereits Klappfenster anstatt der Tatra-typischen Schiebefenster.
Am 30.11.2007 erfolgte der letzte Linieneinsatz des LVB internen Typ 35 / 67 (T6A2 / B6A2) mit den
Zügen 1025+1024 und 1028+814. Auf Grund bis dahin noch bestehender Cross-Border-Leasing-Verträge
waren die Wagen bis zum Jahreswechsel 2010/2011 "werterhaltend" abgestellt und wurden anschließend
im März/April 2011 verschrottet.
Der T6A2 1001 und der B6A2 801 gehören heute zum Bestand der historischen Fahrzeuge.
Magdeburg
| T6A2 | B6A2 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||
| Lieferzeitraum | 1989 | 1989 | ||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 6 | 3 | ||||||
| Betriebsnummern | 1275-1280 | 2143-2145 | ||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | |||||||
| Wagenübernahmen | 1990: 6 ► Schwerin (Betr.-Nr. 1281-1286) | 1990: 3 ► Schwerin (Betr.-Nr. 2146-2148) | ||||||
| Bestand |
|
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Ende 1989 trafen die ersten 6 Triebwagen vom
Typ T6A2 und 3 Beiwagen vom Typ B6A2 ein. Im Jahre 1990 wurden die nach
Schwerin gelieferten T6A2 und B6A2 übernommen.
Nach einem Unfall im Jahr 1994 schied T6A2 1286 aus dem Einsatzbestand aus und wurde Anfang 1995 verschrottet.
| T6A2 | B6A2 | B6A2M | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1995 - 1997 | 1995 - 1997 | ab 2009 | ||||||||||||||||||
| Ausführendes Unternehmen | MVB Hauptwerkstatt | MVB Hauptwerkstatt | MVB Hauptwerkstatt | ||||||||||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 11 | 6 | 9 / 11 | ||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 1275-1285 | 2143-2148 | 2201, 2202, 2204-2206, 2208-2211 | ||||||||||||||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | NGT8D+B6A2M | |||||||||||||||||||
| Wagenübernahmen | 2009: 12 ► Berlin (Betr.-Nr. 2201, 2202, [5542], 2204-2206, [5553], 2208, 2209, [5560], 2210, 2211) | ||||||||||||||||||||
| Bestand |
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Alle T6A2/B6A2 bis auf den verunfallten Wagen 1286 wurden zwischen 1995 und 1997 in der Hauptwerkstatt der MVB modernisiert.
Im April 2009 wurden aus Berlin 12 modernisierte Beiwagen vom Typ B6A2M übernommen, von denen
11 nach Anpassung der Elektronik hinter Niederflurwagen vom Typ NGT8D zum Einsatz kommen sollen.
Wagen 5560 wurde als Ersatzteilspender ausgeschlachtet und anschließend verschrottet.
Die ersten beiden Zugkombinationen aus NGT8D und B6A2M wurden am 2. März 2011 präsentiert und dem
Linienverkehr übergeben. Die Adaption der NGT8D sowie die Anpassung der Beiwagen für den Betrieb
hinter den Niederflurwagen kostet pro Zugkombination ca. 120.000 Euro.
Am 27. Juli 2012 waren letztmalig T6A2-Großzüge im Einsatz.
Rostock
| T6A2 | B6A2 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||||
| Lieferzeitraum | 1989, 1991 | 1990 | ||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 24 | 6 | ||||||||
| Betriebsnummern | 601-612, 613-624 | 801-806 | ||||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+B6A2, T6A2+T6A2, T6A2+T6A2+B6A2 | |||||||||
| Wagenabgaben | - | 2005: 6 ► Szeged [HU] (Betr.-Nr. 901-906) | ||||||||
| Bestand |
|
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Rostock hatte zwei Jahrzehnte lag keine Neubaufahrzeuge erhalten, als im Dezember 1989 die
ersten 12 Triebwagen T6A2 und Anfang 1990 6 Beiwagen B6A2 eintrafen. Die Wagen waren komplett
cremefarben mit einem roten Zierstreifen lackiert (s. Bild 1). Ab 8. Dezember 1989 erfolgte der
Einsatz in Doppeltraktion (Tw+Tw) und ab 23. April waren auch Großzüge (Tw+Tw+Bw) auf Linie 2 im
Einsatz. 1990 folgten weitere 10 T6A2-Triebwagen. Die Bestellung der 5 B6A2-Beiwagen wurde
storniert und in 2 weitere T6A2 umgewandelt, die eigentlich für Chemnitz gebaut, dort jedoch
ebenfalls storniert worden waren.
Da mit der Wende das Fahrgastaufkommen stark zurückgegangen war, konnte bereits ab 1991 auf den
Einsatz von Großzügen verzichtet werden, wodurch sich der Tatra-Einsatz nicht mehr auf die Linien
1 und 2 konzentrierte.
Um die Einholmstromabnehmer der bestellten Niederflurwagen zu testen, rüstete man 1992 den T6A2
613 mit einem solchen Bügel aus (s. Bild 2).
Ab 1994 wurden die Tatras in den neuen RSAG-Farben (blau, mit weißem Streifen und grauer Schürze)
lackiert und die jeweils führenden Triebwagen (ungerade Nummern) erhielten Matrixanzeigen anstatt
der üblichen Rollfilme und Zuglaufschilder (s. Bild 5).
Die sechs 1996/97 abgestellten B6A2 wurde Anfang 2005 nach Szeged (Ungarn) abgegeben, wo bereits
T6A2 ohne Beiwagen im Einsatz sind. Der bis 2012 bestehende Leasingvertrag der bislang einen
Verkauf oder eine Verschrottung verhinderte, wurde anscheinend mit übernommen.
| T6A2M | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modernisierungszeitraum | 1996 - 2001 | ||||||||||
| Anzahl modernisierter Wagen | 24 | ||||||||||
| Betriebsnummern | 701-712, 801-812 | ||||||||||
| Traktionen | T6A2M+T6A2M (bis 2002), T6A2M+4NBWE (ab 2001) | ||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | 2009 Rangier- und Kurvenschmierwagen 551 (ex 808) 2011 Rangierwagen 552 (ex 707) |
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| Wagenabgaben | - | ||||||||||
| Bestand |
|
Im Sommer 1995 begann die Modernisierung der ersten beiden T6A2 (609 / 610) im Rahmen der
anstehenden Hauptuntersuchung. Dabei wurden die Falttüren durch Außenschwenktüren ersetzt, die
Inneneinrichtungsfarben denen der ► 6NGTWDE
angepasst und neue Scheinwerfer sowie ein neues Heizungssystem installiert. Die ersten beiden
T6A2M (707 / 807) wurde auf dem Betriebshoffest am 15. Juni 1996 präsentiert. Im Sommer 2001 wurde
mit der Inbetriebnahme des 24. T6A2M (803) die Modernisierung abgeschlossen. Die Triebwagen wurden
zu Doppeltraktionen gekuppelt - jeweils führender (700er Nummer) und geführter Triebwagen
(800er Nummer). Die Beiwagen (900er Nummer) wurden mit Ablauf ihrer HU abgestellt (s. Bild 3).
Ab 2001 wurden die Züge wieder getrennt und 22 der 24 Triebwagen mit Niederflurbeiwagen vom Typ
► 4NBWE versehen (Nummer entsprach der Nummer des
Triebwagens + 50). In diesem Zusammenhang erhielten alle T6A2M ausschließlich im Heck eine
Scharfenberg-Kupplung, während sich unter dem Prallelement in der Front nur eine Albertkupplung
als Hilfskupplung für Schleppfahrten verbirgt. Dadurch sind keine reinen T6A2M-Traktionen mehr
möglich. Die bisherigen geführten Triebwagen (800er Nummer) erhielten neue Matrix-Zielanzeigen
(s. Bild 9). Somit ist es der RSAG möglich alle Kurse mit Niederfluranteil anzubieten. Die beiden
zuletzt modernisierten Triebwagen erhielten keinen Beiwagen und übernehmen die Beiwagen von
Triebwagen, die sich in einer HU oder anderer Untersuchung befinden.
Seit Ende 2006 werden die T6A2M 705 (abgestellt) und 808 (als ATw genutzt) nicht mehr im
Personenverkehr eingesetzt. Es wurden komplett neue Züge zusammengestellt, die jedoch keinen
nummernmäßigen Bezug mehr haben (s. Bild 7).
Im Mai 2009 wurde der T6A2M 811 ausgeschlachtet und anschließend verschrottet. Nach gut
zweieinhalb Jahren der Abstellung wurde der T6A2M 705 aufgearbeitet und neu lackiert. Seit dem
17. Juli kam er zusammen mit dem Beiwagen 859 zum Einsatz, der zuvor hinter Tw 811 hing.
Seit Ende Juli 2009 befand sich der T6A2M 808 im Umbau zum Arbeitswagen. Bereits seit
November 2006 diente er als Abschlepp- und Rangier-Tw, erhielt jetzt jedoch zusätzlich eine
Kurvenschmiereinrichtung und eine orange Lackierung.
Zum Jahreswechsel 2010/11 wurden die fünf T6A2M 707, 709, 712, 807 und 809 sowie fünf
► 4NBWE abgestellt. Vier der T6A2M wurden bis
Anfang Juli 2011 ausgeschlachtet und anschließend verschrottet. Wagen 707 wurde zum zweiten
T6-Arbeitswagen mit der Nummer 552.
Schwerin
| T6A2 | B6A2 | |
|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm |
| Lieferzeitraum | 1989 | 1989 |
| Anzahl gelieferter Wagen | 6 | 3 |
| Betriebsnummern | keine Nummern vergeben | keine Nummern vergeben |
| Traktionen | T6A2 - nicht im Linienverkehr | |
| Wagenabgaben | 1990: 6 ► Magdeburg | 1990: 3 ► Magdeburg |
1989 gelangten drei T6-Großzüge (6 T6A2 & 3 B6A2) als Nachfolger für die T3D nach Schwerin. Da das Netz jedoch für 2,5m breite Fahrzeuge ausgelegt war, konnte man mit den 2,2m breiten Wagen nichts anfangen und gab diese ohne Einsatz 1990 nach Magdeburg weiter.
T6A2B
Sofia (Bulgarien)
| T6A2B | T6A2SF | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1009 mm | 1009 mm | |||||||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1990 | 1999-2000 | |||||||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 40 | 17 | |||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 2001-2040 | 2041-2057 | |||||||||||||||||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+T6A2 | T6A2, T6A2+T6A2 | |||||||||||||||||||||
| Bestand |
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1990 erhielt Sofia eine erste Serie von 40 T6A2 für sein Schmalspurnetz. Dieser folgte 1999/2000 eine zweite und letzte Serie von 17 T6A2, welche bereits mit Matrixzielanzeigen statt der herkömmlichen Zielfilme ausgestattet waren.
T6A2H
Szeged (Ungarn)
| T6A2H | B6A2 | |||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | 1435 mm | ||||||||||||||||||||
| Lieferzeitraum | 1997 | - | ||||||||||||||||||||
| Anzahl gelieferter Wagen | 13 | - | ||||||||||||||||||||
| Betriebsnummern | 900-912 | - | ||||||||||||||||||||
| Traktionen | T6A2, T6A2+T6A2, T6A2+TB6A2 | |||||||||||||||||||||
| Umbauten / Sonderfahrzeuge | - | 2007: TB6A2 950 (ex 906) 2008: TB6A2 951 (ex 903) 2009: TB6A2 952 (ex 901), 953 (ex 904) |
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| Wagenübernahmen | - | 2005: 6 ► Rostock (ex Betr.-Nr. [901]-[906]) | ||||||||||||||||||||
| Bestand |
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Szeged erhielt 1997 dreizehn T6A2 in zwei Serien, nachdem man 1992 festgestellt hatte, dass das
Netz für Fahrzeuge des Typs T6A5 ungeeignet ist.
Im Jahr 2005 wurden aus Rostock alle sechs B6A2 übernommen. Da die Szegediner T6A2 keine
Beiwagensteuerung besitzen, wurden vier B6A2 in führerstandslose Triebwagen umgebaut. Als erster
wurde Wagen 950 (ex Rostock 906) im November 2007 fertig gestellt.
Im Dezember 2008 wurden mit der Anlieferung weiterer KT4DM aus Potsdam die B6A2 902 und 905
abtransportiert.
Umsetzungen
Dnipropetrowsk [UA]
| T6A2M | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1524 mm | ||||
| Wagenübernahmen | 2013: 16 ► Berlin (Betr.-Nr. 3013, 3021, 3026, [5125], [5148], [5149], [5159], [5164], [5166], [5171-5173], [5180], [5184], [5189], [5212]) | ||||
| Traktionen | T6A2M | ||||
| Bestand |
|
Anfang November 2012 wurde in der örtlichen Presse der Kauf von 30 Berliner T6 im Jahr 2013 zum
Gesamtpreis von 15 Mio. UAH (ca. 1,4 Mio. EUR) veröffentlicht.
Die ersten 16 Wagen trafen per Bahn am 6. Februar 2013 in Dnipropetrowsk ein.
Frankfurt (Oder) [DE]
| T6A2M | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1000 mm | ||||
| Wagenübernahmen | 2012: 1 ► Berlin (Betr.-Nr. 501) | ||||
| Traktionen | T6A2M | ||||
| Bestand |
|
Vom 16. März 2011 bis 20. September 2012 wurde der Berliner T6A2M 5118 in der Werkstatt der Geraer Straßenbahn zum Arbeitswagen für die Straßenbahn Frankfurt (Oder) umgebaut. Er erhielt neben Meterspur-Drehgestellen eine Schienenschleifeinrichtung, eine Fahrleitungseobachtungskanzel sowie einen zweiten Bügel zur Fahrleitungsenteisung. Die Lackierung in sonnengelb / antrazit wurde beibehalten. Am 22. September wurde der neue Arbeitswagen in Frankfurt vorgestellt und auf den Namen "Schleifi" getauft.
Norrköping [SE]
| M11 (T6A2M) | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||
| Wagenübernahmen | 2011: 6 ► Berlin (Betr.-Nr. 10-15) | ||||
| Traktionen | T6A2M, T6A2M+T6A2M | ||||
| Bestand |
|
Ende Januar und Anfang Februar 2011 wurden je drei T6A2M aus Berlin übernommen, um kurzfristig
den durch die verspätete Lieferung der Niederflurwagen entstandenen Wagenmangel nach der
Inbetriebnahme einer Neubaustrecke auszugleichen. Bereits zum 1. April 2011 ging die erste
Doppeltraktion der in Norrköping als Typ M11 bezeichneten Wagen in den Linienverkehr.
Wagen 14 wurde kurz nach seiner Inbetriebnahme mit Motorschaden abgestellt, so dass T6A2M 12 als
Solowagen eingesetzt wurde.
Seit Anfang März 2012 stehen noch zwei M11-Doppeltraktionen als Reserve bei größeren
Wagenausfällen zur Verfügung.
Szczecin (Stettin) [PL]
| T6A2M | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spurweite | 1435 mm | ||||||
| Wagenübernahmen | 2007: 2 ► Berlin (Betr.-Nr. 201, 202) 2008: 30 ► Berlin (Betr.-Nr. 203-222, 1201-1210) 2010: 22 ► Berlin (Betr.-Nr. 223-238, 1211-1216) |
||||||
| Traktionen | T6A2M, T6A2M+T6A2M, T6A2M+T6A2M+T6A2M | ||||||
| Bestand |
|
Im Oktober 2007 wurden die ersten zwei T6A2M aus Berlin übernommen. Die Wagen werden in den
Betriebshöfen Pogodno (200er Nummern) und Golęcin (1200er Nummern) beheimatet.
Bis September 2008 trafen insgesamt 32 T6A2M in Stettin ein.
Alle Wagen erhielten neue LED-Zielanzeigen die auch die polnischen Buchstaben korrekt darstellen
können. Die Stationsansagen sowie die "Wagen hält"-Anzeigen sind ohne Funktion.
Bei besonders hohem Verkehrsaufkommen (z.B. zu Allerheiligen am 1. November) werden auch
Dreifach-Traktionen eingesetzt.
Von April 2010 bis Anfang September 2010 trafen weitere 22 T6A2M aus Berlin ein. Die Wagen wurden
im Anschluss an die erste Lieferung entsprechend der Betriebshof-Zuordnung nummeriert.
Statistik
Auslieferung nach Empfängerbetrieben und Baujahr:
| Empfänger | Typ | Baujahr | Summe | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1985 | 1988 | 1989 | 1990 | 1997 | 1999 | 2000 | |||
| Berlin | T6A2D / B6A2D | 64 / 30 | 30 / 17 | 24 / 17 | 118 / 59 | ||||
| Dresden | T6A2D / B6A2D | 2 / 1 | 2 / 1 | 4 / 2 | |||||
| Leipzig | T6A2D / B6A2D | 2 / 1 | 12 / 4 | 14 / 9 | 28 / 14 | ||||
| Magdeburg | T6A2D / B6A2D | 6 / 3 | 6 / 3 | ||||||
| Rostock | T6A2D / B6A2D | 12 / 6 | 12 / 0 | 24 / 6 | |||||
| Schwerin | T6A2D / B6A2D | 6 / 3 | 6 / 3 | ||||||
| Sofia | T6A2B | 40 | 10 | 7 | 57 | ||||
| Szeged | T6A2H | 13 | 13 | ||||||
| Gesamtsumme | 2 / 1 | 68 / 32 | 66 / 33 | 90 / 26 | 13 / 0 | 10 / 0 | 7 / 0 | 256 / 87 | |
Bild-Quellen:
Uwe Berger
Marcel Goetze: www.Berlin-Straba.de
René Grosse
Hans-Jürgen Hankmann: www.Tramwaypics.de
Ingolf Menzel
Text-Quellen:
Die Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe 1949-1991
Die Straßenbahnen in Berlin
Straßenbahnen in Ostdeutschland - Bände 2 + 3

































































